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Eiserne Hochzeit Vor 65 Jahren Ja-Wort gegeben

Strücklingen - Das Fest der Eisernen Hochzeit feiern an diesem Samstag, 22. April, die Eheleute Johann und Agnes Kruse aus Strücklingen-West. Vor genau 65 Jahren gaben sie sich auf dem Standesamt in Strücklingen das Ja-Wort fürs Leben. Zwei Tage später – am 24. April – folgte die kirchliche Trauung in der Pfarrkirche St. Georg in Strücklingen.

Kennen und lieben gelernt haben sich Johann und Agnes Kruse auf dem Schützenfest in Nutteln. Dort besuchte Johann Kruse mit dem Fahrrad seinen Bruder, der dort in Stellung war. Auf dem Schützenfest traf er dann seine heutige Frau Agnes, die er fortan regelmäßig mit dem Fahrrad in ihrem 60 Kilometer entfernten Heimatort Bevern besuchte und dabei stets mit dem Fahrrad hin und zurück 120 Kilometer von Strücklingen nach Bevern zurücklegte.

Kriegsgefangenschaft

Der Jubilar Johann Kruse wurde am 5. Mai 1925 in Strücklingen geboren, besuchte in seinem Heimatort die Volksschule und absolvierte nach seiner Schulzeit eine Maurerlehre. Den Zweiten Weltkrieg erlebte er nach seiner Einziehung zur Wehrmacht in Russland, wo er im April 1944 verwundet wurde. Es folgten vier Jahre Gefangenschaft, ehe er im Oktober 1948 nach Hause zurückkehren konnte.

Hier übernahm Johann Kruse die elterliche Landwirtschaft, die er nach seiner Heirat gemeinsam mit seiner Ehefrau Agnes bewirtschaftete. Anfang der 60er Jahre eröffnete der Jubilar zudem einen Viehhandel, so dass er auch heute vielen Landwirten im ostfriesischen, emsländischen, ammerländischen und auch Cloppenburger Raum noch bestens in Erinnerung ist. Johann Kruse gehörte nicht nur dem Gemeinderat der Gemeinde Strücklingen, sondern auch dem Rat der Gemeinde Saterland an. 23 Jahre lang versorgte er die Jungen des Jugendzeltlagers Saterland als Chefkoch, wobei ihm das Jugendzeltlager mit den Nachtwachen und nächtlichen Überfällen immer sehr viel Vergnügen bereitet hat. Zahlreichen örtlichen Vereinen gehört der Jubilar an; zu seinen Hobbys zählt jedoch insbesondere die abendliche Runde Rommé mit Ehefrau Agnes oder Doppelkopf mit Freunden und Bekannten. Trotz seines Alters ist der Jubilar noch regelmäßig im Garten bei der Arbeit anzutreffen.

Freude am Garten

Ehefrau Agnes Kruse, geborene Germann, erblickte am 11. Januar 1929 in Bevern das Licht der Welt, wo sie auch die Volksschule besuchte. Als Hauswirtschaftsgehilfin war sie nach ihrer Schulzeit in verschiedenen Haushalten tätig, um dann nach der Heirat gemeinsam mit ihrem Mann die Landwirtschaft zu führen. Agnes Kruse, die auch heute als Rentnerin noch immer ihre Gartenarbeit liebt und ihre Freude an den Wohnzimmerblumen hat, trifft sich regelmäßig mit ihrem ehemaligen Schwimmclub, allerdings nicht mehr, um ins Freizeitbad Saterland zum Schwimmen zu gehen, sondern mittlerweile beschränken sich die Damen auf die gesellige Runde mit Tee und Kuchen.

Zum Fest der Eisernen Hochzeit gratulieren dem Jubelpaar nicht nur die drei aus der Ehe hervorgegangenen Töchter mit Schwiegersöhnen, die sechs Enkel und ein Urenkel, sondern auch alle Freunde, Verwandte und Bekannte. Die Eiserne Hochzeit feiert das Jubelpaar mit den Kindern und Enkeln im engsten Familienkreis.

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