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Klostersommer 2014                Vorfreude auf spektakuläre Show

Hude - Das wird einmal ein ganz besonderer Klostersommer in Hude: Inmitten der Ruinen werden mehr als 100 Schülerinnen und Schüler der Peter-Ustinov-Schule am Freitag und Sonnabend, 25. und 26. Juli, jeweils ab 20.30 Uhr eine spektakuläre Show zeigen. Der Huder Kulturverein Impuls und die Peter-Ustinov-Schule haben das Schüler-Tanzprojekt mit dem Berliner Choreographen Volker Eisenach das zweite Mal gestartet. Nach dem großen Erfolg im Jahr 2008 mit „Triptodance“ gibt es jetzt eine Fortsetzung mit „Like: Dance“. Es soll „noch schöner, größer, toller und spektakulärer werden“, sagt der Choreograph. Und er ist fest davon überzeugt, dass das klappt.

Schüler trainieren mit erfahrenem Choreographen-Team

Volker Eisenach ist freischaffender Choreograph, Regisseur und Autor aus Berlin. Er ist der Mitgründer und künstlerische Leiter der Faster-Than-Light-Dance-Company, für die er seit 1992 über 100 Premieren choreographiert und inszeniert hat. Eisenach hat unter anderem für die Berliner Philharmoniker, die Carnegie Hall, die Bregenzer Festspiele und die Wiener Festwochen gearbeitet sowie für viele Schulen und Jugendeinrichtungen im In- und Ausland.

Anja Meser (kleines Bild) ist seit 2009 als Performerin, Tänzerin und Produktionsleiterin tätig. Ab Sommer 2014 arbeitet sie mit ihrem Kollektiv fleischlin/meser an ihrem nächsten Projekt „i just wanna fucking dance“. Mit der Faster-Than-Light-Dance-Company (FTL) von Volker Eisenach stand sie schon 1998 das erste Mal tänzerisch auf der Bühne. Seit 2007 organisiert sie für die FTL kontinuierlich Jugendtanzprojekte, entwickelt eigene Choreographien und assistierte Volker Eisenach bei verschiedenen Jugendtanzprojekten, unter anderem beim Familienkonzert der Berliner Philharmonie.

Die Choreographie „Der Tod und das Mädchen“ für den Klostersommer 2014 basiert auf dem Streichquartett Nr. 14 d-moll, D. 810 von Franz Schubert.

Das Projekt wird ermöglicht durch Sponsoren. Die Oldenburgische Landschaft, vertreten durch Dr. Michael Brandt, EWE Stiftung, vertreten durch Dr. Stephanie Abke, Volksbank Ganderkesee-Hude, vertreten durch Jürgen Kikker und Oliver Frey (Arbeitsgemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbanken in Weser-Ems), verschafften sich kürzlich bei einem Besuch einen Eindruck von dem Projekt.

Karten für die Vorstellungen am Freitag und Sonnabend gibt es bei Optiker Wessels in Hude, Parkstraße. Sie kosten 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Schüler.

Vier Szenen

„Wir haben hier mehr als 100 tolle Jugendliche, die jeden Tag ein bisschen mehr über sich hinauswachsen“, so Volker Eisenach. Die dritte Probenwoche des Tanzprojekts neigt sich ihrem Ende zu. Vier Wochen vor den Ferien endete der reguläre Unterricht für die Schülerinnen und Schüler. Stattdessen ist hartes Training angesagt.

Vier Szenen sollen am Ende einstudiert sein für die insgesamt 45-minütige Aufführung. In der kommenden Woche geht es dann an den Feinschliff. Am nächsten Donnerstag ist die Generalprobe. Am Tag darauf die Premiere.

Eingeübt wird von den Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 8 und 9 der Ustinov-Schule eine Choreographie zu klassischer Musik. Volker Eisenach wird unterstützt von seiner Kollegin Anja Meser. Die beiden Tanztrainer haben ihren ganz persönlichen Stil entwickelt, um die mehr als 100 Teilnehmer zu motivieren.

Disziplin erforderlich

Das geht ganz ohne Gebrüll der Choreographen. Und wenn es mal zu laut wird in den Reihen der Teilnehmer, dann gehen Eisenach und Meser für zehn Minuten vor die Tür. Bis die Jugendlichen selbst merken, dass etwas nicht in Ordnung war. Um die verlorene Zeit wieder aufzuholen, wird der Trainingstag entsprechend länger. In dem Punkt gibt es kein Pardon.

Disziplin muss schließlich sein – bei einem Projekt mit so vielen Beteiligten. Und das funktioniert. Es gibt viele Herausforderungen, so der Choreograph. Aber die seien zu meistern. „Wir haben ein tolles Ensemble“, stellt er fest. Ganz wichtig: Alle sind in die Darbietungen eingebunden, „alle sind gleichwertig, gleich wichtig und gleich gut“, so Eisenachs Botschaft.

Dass die Schüler in dieser Zeit viel über sich selbst lernen und ungeahnte Talente entdecken, war auch für die Verantwortlichen vom Kulturverein Impuls ausschlaggebend, das aufwendige Projekt ein zweites Mal zu initiieren.

Generationenübergreifend sollte es dieses Mal sein. Ausdrücklich waren Erwachsene aufgerufen, sich zu beteiligen. Zwei Frauen wagten es, mitzumachen: Uschi Hahn (69) und Karin Kurdum (50). Sie sind mittlerweile täglich beim Training dabei, übernehmen die Rollen der „Todesgöttinen“, wie sie verraten.

Kreislauf des Lebens

Volker Eisenach hat in seinem Konzept dieses Mal das Thema „Kreislauf des Lebens“ aufgegriffen. „Es geht um Lebewesen zwischen Tod und Leben“, so Eisenach. Das passe inhaltlich zur Klosterruine.

Im Vorprogramm tritt am Freitag, 25. Juli, die Band der Förderschule Hude auf. Ein Projekt, dass der Kulturverein und der Lions-Club Oldenburger Geest 2013 ins Leben riefen.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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