Brake - Robert Sachte (Renke Brüning) könnte eigentlich ein schönes Leben haben. Doch der Schriftsteller hat ein Problem: Frei nach dem Motto „Alte Liebe rostet nicht“ tut er sich sehr schwer damit, sich von alten Liebschaften zu trennen. Feste Bindungen waren bisher auch nicht so seins – lieber brachte er mit regelmäßig wechselnden Partnerinnen Aufregung in sein Leben.

Mittlerweile scheint der Frauenheld allerdings bei der Richtigen angekommen zu sein: Physiotherapeutin Ruth (Christine Ulrich) hat sein Herz entflammt und die beiden wollen zusammenziehen. Kurz bevor Ruth jedoch mit Sack und Pack vor der Tür steht, taucht auf einmal Fiona (Sophia Gerdes) auf, seine Ex-Freundin – Konflikte sind vorprogrammiert. Als dann auch noch Silvia (Annika Renken), Roberts Geliebte, auf der Bildfläche erscheint, ist das Chaos perfekt.

Irrungen und Wirrungen rund um wie auch immer geartete Liebesbeziehungen stehen im Zentrum der Komödie „Leevde holt tosamen“ – Liebe hält zusammen, dieser Titel lässt einen mit Blick auf die Handlung schon vorab schmunzeln. Viele lustige Szenen verspricht Regisseur Ulf Goerges, wenn Robert („Der Typ gehört eigentlich auf die Couch“) mit seinen Frauenproblemen zu kämpfen hat; vor allem Ex-Freundin Fiona („Ein richtiges Biest“) sorgt auf der Bühne für Furore.

Eine Weihnachtspause gibt es in diesem Jahr nicht für die Mitwirkenden der Niederdeutschen Bühne. Auch zwischen den Jahren wird fleißig geprobt. Drei Mal in der Woche treffen sich Regisseur und Darsteller, um in rund dreistündigen Proben an der Inszenierung zu arbeiten. Im Endspurt kurz vor der Premiere wird dann fast täglich geprobt. Vor der Erstaufführung wird das Stück zirka acht bis zehn Mal durchgespielt sein, so dass die Darsteller mit einer gewissen Routine auf die Bühne gehen können, erklärt Regisseur Ulf Goerges, der laut Bühnensprecherin Manuela Schöler ein „Erfolgsgarant“ für die Niederdeutsche Bühne ist.

Das Ensemble von „Leevde holt tosamen“ ist – vor allem im Vergleich zum vorher gespielten „Dschungelbuch“ – klein. „Das ist ungewöhnlich, macht aber viel Spaß“, freut sich Ulf Goerges über seine zweite Inszenierung in Brake. Die Zuschauer dürfen sich auf einige Überraschungen gefasst machen, die sich aus der explosiven Personenkonstellation aus einem Mann und gleich drei (Ex)-Frauen ergeben. Autorin der österreichischen Komödie ist Susanne Wolf. Die Übersetzung ins Niederdeutsche stammt von Heino Buerhoop aus Brake.