[VORSPANN] - HANNOVER/DPA - Der Norddeutsche Rundfunk weitet seine regionale Berichterstattung aus. Jeden Montag um 18.15 Uhr sendet das NDR Fernsehen künftig „Die Nordreportage“. Ebenfalls um 18.15 Uhr läuft vom 3. Februar an freitags ein Magazin mit dem Titel „Lust auf Norden“. Beide Sendungen werden im Landesfunkhaus Niedersachsen produziert, die anderen drei Landesfunkhäuser liefern zu. Die neuen Formate seien der Einstieg in einen stärkeren Ausbau der regionalen Berichterstattung, sagte NDR-Intendant Jobst Plog am Mittwoch in Hannover.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) begrüßte die zusätzlichen Regionalsendungen. Sie seien „ein besonders erfreuliches Ergebnis des neuen NDR-Staatsvertrags, weil mit ihnen die ganze Vielfalt Norddeutschlands abgebildet wird“. Wulff hatte stets eine verstärkte Berichterstattung aus den Flächenländern gefordert, wie sie der im vergangenen Mai geänderte Staatsvertrag vorsieht. Plog betonte: „Sämtliche Vorschläge für die neuen Sendungen haben wir im eigenen Haus erarbeitet und nicht Vorgaben der Politik umgesetzt.“ Die neuen Sendungen würden durch eigene Einsparungen und Mitteln aus der Filmförderung finanziert. In den nächsten Jahren soll der Sendeplatz von 18.15 bis 18.45 Uhr auch an den anderen Werktagen mit Regionalprogrammen gefüllt werden. Angesichts finanzieller Grenzen sei dies aber nur schrittweise möglich.
Auch der Umzug der Talkshow „Herman & Tietjen“ nach Hannover soll die Präsenz des NDR in Niedersachsen stärken. Für die Produktion würden Kapazitäten aus der Zentrale in Hamburg genutzt. „Wir wollen aber zu strukturellen Veränderungen kommen, so dass mittelfristig ein spürbarer Standorteffekt in Niedersachsen wirksam wird“, sagte Plog.
