[VORSPANN] - Es werden noch Männer gesucht für das Freilicht-Theaterstück „Dude und Gerolt – Der Bruderkuss“. Doch Bürgermeister Hans Francksen winkte dankend ab, als ihn Ummo Wedelich darauf ansprach. Sein Terminkalender erlaube keine weiteren Aktivitäten, sagte er entschuldigend.
Der Verein Freilichtspektakel Stadland, vertreten durch den Vorsitzenden Ummo Wedelich, die beiden Bannerträger Gisela und Helmut Janßen sowie die Kostümbildnerin Irmgard May, warb im Büro des Bürgermeisters für das Schauspiel von Thomas Willberger, das vom 12. Juni bis zum 10. Juli auf dem Marktplatz in Rodenkirchen gezeigt wird. „Wir machen ein Stück Kultur“, sagte Ummo Wedelich.
In knapp 100 Tagen ist es so weit: Dann betreten rund 80 Akteure die Bühne vor der Markthalle, um den Zuschauern auf 948 überdachten Plätzen ein ebenso packendes wie geschichts-trächtiges Schauspiel zu bieten. Das ursprüngliche Motiv der beiden Initiatoren Gerfried Hülsmann und Ummo Wedelich, die Heimatkunde zu beleben, hat der Verein stets im Auge behalten. Dem Zeitgeist wird Rechnung getragen. Das modern inszenierte Stück mit historischen Kostümen ist laut Ummo Wedelich kontrastreich. Die Schauspieler sprechen Hochdeutsch, hin und wieder fallen auch plattdeutsche Wörter – und Hiebe. Damit sich kein Schauspieler im Kampfgetümmel verletzt, hat der Verein den Schwertkämpfer Robert Schnöll aus Wardenburg engagiert, der den Aktiven das Rüstzeug vermittelt.
Der Etat beträgt 210 000 Euro. 15 Vorstellungen sind geplant. Hinzu kommen Angebote wie der mittelalterliche Markt und ein Heerlager. Söldner schlagen vier Wochen lang ihre Zelte auf dem Marktplatz auf. Nach der Premiere wartet das Freilichtspektakel mit einem besondern Konzert auf: Am Sonnabend, 13. Juni, treten gemeinsam die Stadtkapelle Nordenham, die Turn- und Musikvereinigung Rodenkirchen sowie das BSW-Blasorchester Brake auf.
Zum Abschluss des Konzerts wird Händels Feuerwerksmusik geboten. Feuerwerkskörper sollen dann den Abendhimmel illuminieren. Informationen gibt Ummo Wedelich ( 04732/383).
