[VORSPANN] - „Person im Eis eingebrochen!“ Eine realitätsnahe Übung absolvierte am vergangenen Wochenende die die Wasserrettungs-Gruppe der DLRG Berne. Die Leitstelle des Landkreises alarmierte die DLRG gegen 17 Uhr. Die Einbruchstelle wäre auf der Berne in Höhe „Berner Deich“. Das erste Einsatzfahrzeug rückte umgehend mit fünf Rettungsschwimmern aus und wurde von einer Frau, die am Berner Deich stand, abgefangen. Ihr Sohn wäre auf der Berne im Eis eingebrochen.

Die Rettungsschwimmer machten unverzüglich das kleine Schlauchboot klar, um die eingebrochene Person aus dem Eisloch zu befreien. Zwischenzeitlich konnte das zweite Einsatzfahrzeug besetzt werden und wurde als Unterstützung an die Unfallstelle beordert. Es stellte sich aber schnell heraus, dass man mit dem kleinen Schlauchboot nicht optimal auf dem Eis fahren konnte, so dass das im Sommer angeschaffte „Spineboard“ zu Einsatz kam. Diese Art Rettungsbrett stellte sich als besonders geeignet heraus, weil es Kufen hat. Ein Rettungsschwimmer mit Kälteschutzanzug (Neopren) konnte dann mit dem Board und einer Sicherungsleine die Einbruchstelle relativ schnell und sicher erreichen. Die eingebrochene Person war inzwischen aber ganz unter die Eisdecke geruscht, nur ein Stück der Bekleidung hatte sich an der Abbruchkante verhakt. Dennoch konnte der Rettungsschwimmer die „Person“ aus dem Eisloch relativ schnell retten.

Erst jetzt stellte sich heraus, dass das Ganze eine Eis-Rettungsübung war, die die technische Leitung der DLRG Ortsgruppe Berne ausgearbeitet hatte. Der Technische Leiter Cord Grimsehl hatte mit Unterstützung von Patrick Niehus und Susanne Grimsehl die Gunst der Stunde genutzt, denn dass es das letzte Mal Eis auf den Berner Gewässern gab, ist ja schon einige Jahre her. So sollte diese Übung zeigen, mit welchen Geräten die DLRG am besten ins Eis eingebrochene Personen retten kann. Denn die Wasserrettung endet ja nicht im Wasser, sondern vor allem in der kalten Jahreszeit ist auch Eis eine ernst zu nehmende Gefahr, wie der Berner DLRG-Vorsitzende Rainer Weegen betont. Trotz der zurzeit herrschenden Temperaturen seien immer noch viele Eisflächen zu dünn, Eltern sollten Ihre Kinder nochmals dringend auf die Gefahren aufmerksam machen.