[/VORSPAUTOR][AUTOR] - CLOPPENBURG - Eigentlich unmöglich: Macbeth, William Shakespeare, Williams Mutter und Kurt Brackelmann aus „Büddenwarder“ zusammen in einem Stück auf einer Bühne, von einer Person gespielt. Doch so war’s am Donnerstagabend im Clemens-August-Gymnasium und noch viel komischer. Bernd Lafrenz gab seine One-Man-Comedy zu Shakespeares Macbeth zum Besten. Das hieß für die rund 80 Zuschauer: „Lachen bis der Arzt kommt“.

Nicht nur, dass Lafrenz alle Rollen selbst spielte; nein, er ließ auch Shakespeares Mutter mit braunem Hut und Handtasche auf der Bühne erscheinen. Dass sie nach der Pause sogar in die Handlung einbezogen wurde, wunderte zu diesem Zeitpunkt keinen mehr.

Während König Dancon im Haus von Macbeth nächtigt, scheinen plötzlich Kurt Brackelmann und Adsche Tönnsen aus „Büddenwarder“ als Wärter Heinz und Paul einen „Dialog“ zu führen. Kein Wunder, dass das Mordkomplott aufgeht und die beiden als Sündenböcke selber sterben müssen.

Zwar spielt Bernd Lafrenz auf der Bühne alle Rollen selbst. Für die Geräusche von knarrenden Türen und das Gemurmel „Was ist mit dem König los? Was hat der König? musste das Publikum ran. Auch sonst schonte der Komödiant seine Zuschauer nicht. Mit der Schere rückte er als „Hexe Hermine“ der Schülerin Linda Sommer auf den Pelz und schnitt ihr glatt eine Locke ab.

Was würde William Shakespeare sagen, wenn er sein Macbeth aus dem Jahr 1608 so sehen würde? Als Schauspieler jedenfalls überzeugte Lafrenz auf ganzer Linie. In Sekunden von einer Rolle in die andere schlüpfen, Gestik, Mimik, Stimmlage und Aussehen so schnell und überzeugend wechseln über gut 100 Minuten – das war schon eine Meisterleistung.

Das Stück im Clemens-August-Gymnasium lief in der Reihe „Theaterlust“ des Kulturforums Cloppenburg.