Oldenburg - Am Anfang standen nur 16 Zeilen über ihr Engagement, erschienen in einer schmalen Spalte am 11. März vergangenen Jahres in der NWZ . Am Ende wurde Heike Neunaber zur „Oldenburgerin des Jahres 2014“ gewählt.

Die 45-Jährige vermittelt sieben- bis neunjährigen Mädchen und Jungen in ihrer Freizeit in zwei Nabu-Kindergruppen den Zugang zur Natur. Bei den Männern erhielt Jobpate Thomas Kempf (50), der seit Jahren immer wieder junge Oberschüler begleitet, um ihnen den Weg zu erleichtern, und auch noch in der Freiwilligen Feuerwehr Ofenerdiek engagiert ist, die meisten Stimmen der Leser.

Auch in diesem Jahr sucht die Volksbank gemeinsam mit der NWZ  den Oldenburger und die Oldenburgerin des Jahres, um das Engagement der Ehrenamtlichen in dieser Stadt zu würdigen. Insgesamt 16 Männer und 16 Frauen, die einen Teil ihrer Freizeit der Allgemeinheit schenken, sollen in den nächsten Wochen in der NWZ  vorgestellt werden.

Neben dieser Art der Wertschätzung entscheiden die Leser und Leserinnen mit ihren Stimmen, wer von den Ehrenamtlichen als „Oldenburger des Jahres“ und als „Oldenburgerin des Jahres“ noch einmal besonders herausgehoben werden sollte. Unter den Abstimmenden, die damit die Aktion unterstützen, werden jede Woche dreimal 100 Euro verlost.

Volksbank-Vorstand Matthias Osterhues sagt: „Oldenburg ist eine Stadt mit Herz. Hier leben Menschen, die mithelfen, unterstützen, einspringen, anfassen, einfach nur da sind, wo jemand gebraucht wird. Hier funktionieren Nachbarschaften noch. Es muss nicht erst gefragt werden, wenn Hilfe gebraucht wird.“ Die Volksbank will das weiter fördern „nach den genossenschaftlichen Prinzipien der Selbsthilfe, der Selbstverantwortung und der Selbstverwaltung“, so Osterhues. „Nur so können langfristig existierende Projekte in den gesellschaftlich wichtigen Bereichen entstehen. Und hier steht einzig und allein das ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt, das Oldenburg so lebenswert macht.“

Ein Beispiel für die enorme Bereitschaft der Oldenburger, sich einzubringen, ist der Bereich der städtischen Agentur „Ehrensache“. Leiterin Monika Engelmann-Bölts sagt: „Die Nachfrage nach ehrenamtlichen Tätigkeiten ist ungebrochen. Wir vermitteln zurzeit in über 300 gemeinnützige Einrichtungen und Initiativen aus den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales, Natur, Umwelt, Kultur, Sport und Politik.“ Denn der Bedarf sei groß. Immer häufiger meldeten sich Institutionen und Projekte, um aufgenommen und beraten zu werden, wie eine professionelle Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen gelingen könne. Über 4000 Beratungen hat die Agentur im PFL und dezentral in Bloherfelde und in Dietrichsfeld gezählt.

Heike Neunaber, die Gewinnerin 2014, sagt über ihr Engagement: „Die ehrenamtliche Arbeit mit Kindern draußen in der Natur macht mir riesig Spaß und gibt mir bei allem Einsatz immer sehr viel Freude und Optimismus zurück.“ Die Aktion von NWZ  und Volksbank „finde ich gut, weil sie – hoffentlich – noch mehr Oldenburger und Oldenburgerinnen für ein freiwilliges Engagement im Kleinen begeistern und damit unsere Stadt noch sozialer und lebenswerter machen kann“.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg