WAHNBEK - Der 140 Meter hohe Funkturm ist wieder weit über die Grenzen Wahnbeks zu sehen. Die ungewöhnliche Aktion ist auch im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet.

VON BIRGIT RATH

WAHNBEK - Mit einem beherzten Druck aufs Knöpfchen sorgte Peter Krug, Bischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Oldenburg, gestern dafür, dass Wahnbeks Wahrzeichen auch in dieser Adventszeit abends wieder weit über die Ortsgrenzen hinaus sichtbar sein wird. Er bezeichnete den Wahnbeker Adventskranz als „Vorboten zur Weihnacht“, der so der Tradition des 1850 erstmals in Hamburg verwendeten Adventskranzes folge. Umrahmt wurde das feierliche Einschalten der Turmbeleuchtung von einem vielseitigen Programm und einem abwechslungsreichen Weihnachtsmarkt.

Zahlreiche Ehrengäste, darunter CDU-Landtagsmitglied Wolfgang Röttger, Ehrenratsfrau Marianne von Essen, der stellvertretende Landrat Jochen Finke und Olaf Raffel, Geschäftsführer der Residenzort Rastede, waren vor Ort dabei. Dieter Decker, Bürgermeister der Gemeinde Rastede, sprach „von einem Wahrzeichen für Wahnbek-Rastede“ und dass es „nunmehr leichter fiele, den Weg nach Hause zu finden“.

Arnold Diekmann von der Deutschen Telekom dankte für „die kreative technische Lösung“ und die „Illumination als Kommunikationsmittel und Überbringer einer friedlichen Botschaft“. Darüber hinaus versprach er die Übernahme der Stromkosten. Eine weitere Überraschung gab es mit der Ankündigung, dass 2007 der bisherige „weiße Fleck“ Wahnbewk-Ipwege mit DSL (16 MBit) versorgt werden soll.

Hans Hermann Hayen, der vor Jahren zusammen mit Fritz Haferkamp die Idee zu der außergewöhnlichen Aktion gehabt und in die Tat umgesetzt hatte, kündigte bei dieser Gelegenheit an, dass er selbst und auch seine Turmcrew im kommenden Jahr nicht mehr für die Aktion bereit stünde. Er dankte allen ehrenamtlichen Helfern für ihre jahrelange Unterstützung und zeigte sich im Hinblick auf die Zukunft optimistisch: „Sicher finden wir Nachfolger.“