München - Was könnte spannender sein als eine „wahre Geschichte“ aus dem Wilden Westen? „Der Totgeglaubte“ von US-Autor Michael Punke (Malik Verlag, 320 S., 20 Euro) spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts in South Dakota und bietet dem Leser alles, was das Genre verlangt: Indianer, einsame Wildnis und Grizzlys. Von einem wird der Pelztierjäger Hugh Glass lebensgefährlich verletzt. Als sie Indianer sichten, überlassen seine beiden Begleiter ihn ohne Waffen und Ausrüstung seinem Schicksal. Doch Glass überlebt, schwört Rache und schlägt sich mit gebrochenem Bein und offenen Wunden ganze 3000 Meilen bis zum nächsten Fort durch. Ein toller Plot, der über einige literarische Mängel hinwegsehen lässt. Klar, dass der Roman verfilmt wurde – mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle.