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NWZonline.de Nachrichten Kultur

KUNST: Wandern ohne genaue Ortsangaben

04.12.2008

HUDE Neu im Kreise der heimischen Ausstellungsstätten ist die „Galerie am Stall“ an der östlichen Autobahnabfahrt nach Hude. Sie eröffnet jetzt mit einer kleinen Retrospektive von Arbeiten aus der Zeit von 1983 bis 2008, geschaffen von der Oldenburgerin Thea Koch-Giebel.

Unter dem Titel „Menschenbilder“ zeigt die erfahrene Künstlerin vom Porträt bis zur fiktiven mythischen Gestalt der „Ikara“, dem weiblichen Gegenstück zu „Ikarus“, Motive mit Beziehungen zur Kunstgeschichte. Dazu gehören die Tradition der Aktmalerei und das Thema „Stellung der Frau in unserer Gesellschaft“. So wichtig wie der Inhalt ist dabei die Art des Malens.

Thea Koch-Giebel verbindet in ihren Bildern Arbeitsweisen des Expressionismus mit informellen Farbsetzungen und der Dynamik der „Jungen Wilden“. Ihre subjektive Betroffenheit, die in vielen Bildern ganz unmittelbar zu spüren ist, prägt Farbwahl und den heftigen Duktus der Farbgebung.

Die sehenswerten „Menschenbilder“ von Thea Koch-Giebel sind in der Galerie am Stall (Am Ebenesch 4) noch bis zum 11. Januar zu sehen.

„Wohin?“ – Menschen auf dem Wege ist ein Grundthema der Malerei von Astrid Hübbe. In Nordenham zeigt die Oldenburger Malerin jetzt im Kunstverein zwei Werkgruppen: Naturansichten und Menschen unterwegs.

Häufig werden die beiden Motive, die übrigens unabhängig voneinander entstanden sind, zu einem Doppelbild zusamengestellt. Neu sind Bilder mit einzelnen Personen, die eilig irgendwohin laufen, also die Hast zeigen, die den modernen Menschen im Alltag vorantreibt.

Diese Gestalten laufen in einem Raum herum, der überall und alles sein kann: ein Wohnzimmer, ein Korridor, ein Straßenzug, kurz ein bürgerliches Ambiente, für das die Künstlerin eine weiche, leicht verschwommene Farbgebung gewählt hat.

Sie vermeidet einen harten Realismus, um der Motivik allgemeine Gültigkeit zu geben. Auch die Landschaften sind weniger von Besonderheiten als von den Strukturen geprägt. Wanderer können sich mit Gestalten und Landschaften identifizieren, ohne dass genaue Ortsangaben nötig sind. Die Ausstellung „Wohin?“ ist im Kunstverein Nordenham im Historischen Rathaus bis 10. Januar zu besichtigen.

„Gegen den Strich“ hat Barbara Habermann ihre Textil- Arbeiten und Bilder in der Francksen-Stiftung im Oldenburger Stadtmuseum arrangiert. Sie setzt damit die Reihe von „Interventionen“ fort, mit denen Künstler auf die kunsthistorischen Arbeiten und auf die mehrere Epochen präsentierenden Einrichtungen der beiden Villen reagierten.

Barbara Habermanns Aquarell- und Acrylbilder oder genähte Textilien, die Kleidungsstücken sehr ähnlich sind, liegen auf Tischen und Truhen und lassen Zusammenhänge vermuten oder wecken Gegensätze zu den alten Gemälden. Schmale anderthalb Meter hohe Bildcollagen auf Leinwand stellen sich dem Besucher in den Weg. Sie nehmen mindestens assoziativ die Kleidung des Bürgertums am Ende des 19. Jahrhunderts an und suchen nach Beziehungen zur Kunst und zum jeweiligen Salon.

Dabei ergeben sich unerwartete Zusammenhänge. Ungewöhnliche textile Objekte – etwa ein genähtes Buch mit Texten aus „Felix Krull“ von Thomas Mann – oder genähte, ironische Bemerkungen zur Schönheits-Chirurgie bereichern die Auslagen.

Dank eines sicheren Gefühls für Farbkonstellationen und wegen der Korrespondenzen zwischen Raum, Einrichtung und „Gegen den Strich“ genähter Kunst fallen die Werke von Barbara Habermann trotz der Fülle in den alten Räumen auf.

Die Ausstellung „Gegen den Strich“ von Barbara Habermann ist in Oldenburgs Stadtmuseum noch bis 11. Januar zu sehen. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog.

So große Bilder hat es im Elisabeth-Anna-Palais (Sozialgericht) in Oldenburg noch nie gegeben. Es handelt sich dabei um Arbeiten der in Bremen lebenden Künstlerin Edeltraut Rath, die in Oldenburg geboren wurde. Aus zwei Quellen schöpft sie ihre Bildmotivik, die sie auf freien Textilbahnen und Leinwandbildern setzt, aus der unermesslichen Fülle der Geometrie und aus der Ornamentik ferner Völker.

Deren Motive hat sie auf Reisen in das Baltikum und nach Südafrika, nach Zentralasien und Schottland gesammelt. Die Geometrie entwickelt sich oft durch Vergrößerung und Fragmentarisierung aus den Ornamenten. Folglich dienen in den ausgestellten Arbeiten nur Ornament-Details als Bildvorlagen.

Die Ausschnitte werden überdimensional groß gezogen. Der Künstlerin kommt es im Grunde weniger auf die Schönheit einer Ornamentform an als vielmehr auf die Feinheiten in der Differenzierung der Farben. Deren Abfolgen, Überschneidungen und Farbdifferenzierungen mit ihren unterschiedlichen Stimmungswerten ergeben die Spannung der Bilder.

Die Ausstellung „Crossover“ von Edeltraut Rath ist bis zum 10. Februar des nächsten Jahres zu besichtigen.

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