Wardenburg - Musik, ein Flohmarkt und offene Geschäfte haben am Sonntag noch einmal viele Besucher nach Wardenburg gezogen. Drei Tage lang haben die Wardenburger vergangenes Wochenende im Ort ihr Cityfest gefeiert.

Den Auftakt machte am Freitagabend der 16. Lichterumzug, bei dem kostümierte Fuß- und Wagengruppen von der Emsstraße aus zum Marktplatz zogen. Auf verschiedenen Bühnen gab es Live-Musik, sowohl am Freitag- als auch am Samstagabend. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Familien.

Im Glockenturm-Viertel herrschte eine entspannte Atmosphäre. Die Cafés und Kneipen waren voll, viele Menschen schlenderten durch die Straßen und ein großes Publikum hatte sich vor der Bühne versammelt. Dort wurde ein umfangreiches Programm geboten. Neben dem Auftritt des Shantychors, las die Autorin Inka Weber aus ihrem Kinderbuch „Pupsi Jones“ vor, und der Kindergarten Littel sang plattdeutsche Lieder. Dazu war unter anderem die Fairtrade Gemeinde Wardenburg und die Tourist-Info mit einem Stand vertreten. Die Jugendfeuerwehr bot Bratwürste an, und bei der Polizei konnten Besucher einen Überschlagsimulator ausprobieren. Auch die Feuerwehr präsentierte ihre Fahrzeuge.

Vor der LzO-Bühne konnte man Saxofon-Musik lauschen und dabei einen Kaffee in der Bäckerei nebenan oder etwas Kaltes an der Bierbude trinken. In der Friedrichstraße spielte gerade die junge Band „Hometown“ aus Oldenburg. „Die Gruppe hat uns gut gefallen. Die machen ganz tolle Musik und haben ein sehr gemischtes Sortiment“, sagte Rena Misch, die mit ihrer Familie aus Oldenburg da ist. Sie kommen gerne zum Cityfest nach Wardenburg, um Live-Musik zu hören, etwas zu schlemmen und durch die Geschäfte zu bummeln.

Außerdem wurde Sonntagmittag die „De groode Döör“ (plattdeutsch für „Die große Tür) eingeweiht. Das ist ein Kunstprojekt der Gruppe „Kunst im Landschaftsraum“, dass den Blick für einen Platz, ein Objekt oder Gebäude öffnen soll. Am Montag wird es laut Hendrik Müller, Kulturbeauftragter der Gemeinde, in Fladder-Fünfhausen vor dem Dorfplatz aufgestellt. Die Skulptur soll zwischen den Gemeindeteilen wandern und immer nur einige Wochen an einem Platz stehen.

Veranstalter ist das Marketingforum der Gemeinde. „Es war rundum eine tolle Veranstaltung“, zog Hendrik Müller von der Cityfest-Arbeitsgruppe Bilanz. „Es war gut besucht, vor allem der Samstag. Und wir konnten aufatmen, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung gemacht hat.“ Für die Organisation dankte er allen Beteiligten der Arbeitsgruppe, aber auch Vereinen und Gewerbetreibenden. „Sie füllen das Ganze erst mit Leben und tragen dazu bei, dass wir ein buntes Fest feiern können.“