WARDENBURG - „Ja, mit Gottes Hilfe“, mit diesen Worten hat Pastorin Imke Gießing offiziell das Amt einer Pastorin in der Kirchengemeinde Wardenburg angenommen. In der voll besetzten Wardenburger Marienkirche hatte Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk ihr das Versprechen abgenommen, zur Ehre Gottes und zum Wohle der Gemeinde zusammen mit dem Kirchenrat zu arbeiten. Nachdem auch die Gemeinde mit der gleichen Wortwahl versprochen hatte, dass sie Gießing als Pastorin annehmen und sie unterstützen werde, führte die Oberkirchenrätin die neue Pastorin mit einer von Bischoff Jan Janssen unterschriebenen Urkunde in das Amt ein.
Auch die neu gewählten Mitglieder des Kirchenrates der Kirchengemeinde Wardenburg gelobten, der Kirchengemeinde und den Menschen im Sinne der Heiligen Schrift zu dienen. Zuvor hatte Pastor Böhmen den ausgeschiedenen Mitgliedern des Kirchenrates – Heinz Bogun, Hannelore Ullmann, Maike Tramann, Hans-Jürgen Groth und Peter Koch – für die geleistete Arbeit gedankt. In dem vom Kirchenchor „Jubilate“ umrahmten Gottesdienst sprach Pastorin Gießing in ihrer Predigt zum Thema „Dienen“. Am Beispiel der Fußwaschung Jesu (Johannes 13,1-17) machte sie deutlich, dass derjenige, der dient, sich durch das Dienen vielleicht klein macht, in Wirklichkeit aber ganz groß ist. Nicht Macht oder Position spielten die entscheidende Rolle.
Bei dem anschließenden Empfang im Gemeindehaus betonte Pastor Böhmen die sehr gute Gemeinsamkeit zwischen Pfarramt und Gemeindekirchenrat, die sich schon in der ersten Sitzung gezeigt habe. Er bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen hatten, dass die vakante Pastorenstelle in Wardenburg im „Dauerlauf auf ungewöhnlichen Wegen“ besetzt werden konnte.
Ein „Herzlich Willkommen“ überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Eckardt Heinje der neuen Pastorin im Namen von Rat und Verwaltung der Gemeinde Wardenburg. Er betonte die gute Zusammenarbeit zwischen politischer und kirchlicher Gemeinde, die sich unter anderem bei den Kindergärten zeige. Heinje lobte den Einsatz der Kirchenältesten, die sich ehrenamtlich für das Amt zur Verfügung gestellt haben und für die Gemeinschaft arbeiten. Für die herzliche Aufnahme in der Gemeinde Wardenburg sagte Pastorin Imke Gießing „Danke“ und fügte zuversichtlich hinzu, „wenn wir als eine Mannschaft auftreten, wird die Zusammenarbeit klappen.“
Wardenburgs neue Pastorin studierte nach einem Auslandsjahr in Tansania in Marburg, nach dem Vikariat in Aachen arbeitete sie als Pfarrerin zur Anstellung in einer ländlichen Gemeinde in Lübbecke (bei Bielefeld). Bis zum letzten Jahr war sie dann in Cambridge (England) tätig. Dort arbeitete sie als Pastoralassistentin in der deutschen Gemeinde. Die Tätigkeit des Ehemannes an der Uni Oldenburg führte die Familie in diese Region.
