WARDENBURG - WARDENBURG/STI - Internationales kulturelles Flair im Wardenburger Rathaus-Foyer: Mit Bildern und Drucken des Künstlers Dimitrij Gontarenko aus Omsk begann in diesem Jahr die Serie der Ausstellungen im Foyer; zum Jahresabschluss eröffnete Wardenburgs Kulturbeauftragter Rolf Vergin gestern eine Schau mit Werken von Natalia Gebertsbauer. Die 36-jährige Kunstpädagogin war 1995 aus Kasachstan nach Deutschland gekommen. Vergin lobte den Pinselduktus der Künstlerin. Ihre Bilder seien harmonisch und von hoher technischer Raffinesse.

„Ich male seit dem fünften Lebensjahr“, gestand Gebertsbauer, die seit einigen Jahren in Oldenburg eine Kunstschule führt. In der Wardenburger Werkschau präsentiert sie unter anderem Landschaften, Blumenbilder und Pferdeporträts. „Pferde sind für mich Glückstiere“, sagt die Mutter eines 14-jährigen Sohnes. Die Kunstlehrerin setzt mit ihrer realistischen Malerei auf Aquarell- wie auf Ölfarben. Vergin: „Sie malt, weil es für sie Sinn macht.“

Eines der zentralen Bilder der Ausstellung, die noch bis Mitte Januar 2007 zu sehen sein wird, ist der „Wattenwombel“. Das Bild zeigt ein Fabelwesen, das einem Seehund ähnelt, mit einer Umhängetasche. Gleich daneben das Werk „Lebendiges Wasser“, das mit der Macht der Elemente spielt. Überhaupt mag Gebertsbauer das Wasser, wie in weiteren Bildern von der Küste zu sehen ist.

Wie Kulturausschuss-Vorsitzender Walter Kühn (CDU) gestern erläuterte, gilt das Rathaus-Foyer seit 1986 als Forum für heimische Künstler. Er hofft, dass sich die Erfolgsstory weitere 20 Jahre fortsetzen lässt.