WARDENBURG - Patenbergsweg und die Straße Am Glockenturm überzeugen seit Abschluss ihrer Sanierung Mitte August durch ihren guten Zustand, ohne am ursprünglichen Charakter eingebüßt zu haben. Das gleiche Ziel verfolgt der Förderverein zum Erhalt denkmalgeschützter Straßen auch bei der Alten Chaussee, die in Höhe der Wardenburger Polizeistation parallel zur Oldenburger Straße verläuft. Die Garten- und Landschaftsbau-Firma Stegemann hat jetzt mit den Arbeiten begonnen.
Die Steindecke wurde komplett auf einer Länge von etwa 250 Metern entfernt, damit der Untergrund neu ausgekoffert werden kann. Zwischen der Sanierung älterer Straßen und dem Bau neuer Wege gibt es nur kleine, aber feine Unterschiede. Während sonst absolute Präzision an erster Stelle steht, hat hier der Erhalt des Straßencharakters Vorrang. „Die alten Steine darf man beispielsweise nicht passgenau zuschneiden, sondern nur abschlagen, damit sie zu den veritterten Kanten optisch passen“, verrät Straßenbauer Matthias Nordmann.
Die Kosten für Pflasterarbeiten und Planung des Projekts, das der Verein vorantreibt und das im Gegensatz zu den bisherigen Straßensanierungen nicht durch öffentliche Zuschüsse gefördert wird, belaufen sich auf 67 000 Euro. 1. Vorsitzende Ingrid Oeltjebruns rechnet damit, dass Ende September auch die Alte Chaussee in neuem Glanz erstrahlen wird. Um diesen Bereich des Wardenburger Ortskerns optisch abzurunden, wird bis auf die Buchen der alte Baumbestand an der Straße abgeholzt und durch zehn Lindenbäume ersetzt.
Um das Ziel, einen Alleecharakter zu schaffen, nicht erst in vielen Jahren zu erreichen, setzt der Förderverein auf mehrere Jahre alte Bäume, die bereits einen Umfang von 40 Zentimeter und eine Größe von vier bis fünf Metern besitzen. Für den Kauf der Bäume kann der Verein auf Spenden in Höhe von 9750 Euro zurückgreifen. „Dann haben wir an dieser Stelle wieder eine Grünfläche mit Niveau. Generell hat der Ortskern sehr durch die Sanierungen gewonnen“, zeigt sich Oeltjebruns zufrieden.
