Warfleth - Leonard Elschenbroich, Weltstar am Cello, und Alexei Grynyuk (Klavier) gestalten das Feiertagskonzert am 3. Oktober in der Konzertkirche am Warflether Deich. Beginn ist um 18 Uhr.
Elschenbroich ist Gewinner zahlreicher Preise. Inzwischen debütierte Elschenbroich auf Einladung des Wiener Musikvereins bei einer Europatournee mit der Staatskapelle Dresden, in den USA mit dem Chicago Symphony Orchestra, in Asien in der Suntory Hall Tokio, und tritt regelmäßig in der Londoner Royal Albert Hall im Rahmen der BBC Proms auf. Als Solist musiziert er mit bedeutenden Orchestern wie dem London und dem Royal Philharmonic, dem Royal Scottish National Orchestra, BBC Philharmonic, BBC Symphony, Royal Liverpool Philharmonic, WDR Sinfonieorchester Köln, Konzerthaus Orchester Berlin oder der Dresdener Staatskapelle. Dabei arbeitete er mit bedeutenden Dirigenten zusammen. 2012 gründete er das Orquesta Filarmonica de Bolivia, das inzwischen das führende Orchester Boliviens ist; mit ihm debütierte Elschenbroich in London auch als Dirigent.
Für die Aufführung aller Beethoven-Sonaten im Fe-bruar 2018 in Warfleth erntete das Duo Elschenbroich-Grynuk Jubelstürme. Die einschlägige CD ist im Frühjahr 2019 erschienen; Konzertbesucher können sie am Donnerstag in Warfleth erwerben und signieren lassen.
Diesmal zelebrieren Elschenbroich und Grynyuk in Warfleth „russische Seele“ mit den großen Cellosonaten von Prokofjev (op. 119) und Schostakowitsch (op. 40). Kennern gelten diese drei Werke als erstklassige, singuläre Meisterwerke, die die Vorzüge des Cellos, nämlich die Wärme des Tons, die sonore Schwärze der Tiefen und die Fähigkeit des zärtlichen Werbens in den mittleren und hohen Lagen, optimal in Szene setzen.
Schon die Prokofjev-Sonate lebt von dem Gesang des Cellos, seinen fließenden Linien. Zum Schluss freilich darf der Hörer bestaunen, wie sich aberwitzige technische Schwierigkeiten häufen, und es macht große Freude, zu verfolgen, wie die Interpreten diese meistern.
Auch Schostakowitsch setzt mit opus 40 auf Melodik und Sanglichkeit. Dazu gibt es, im Betrieb sehr selten zu hören, die Gänsehaut-Cellofassung von Schostakowitschs legendärer Bratschensonate op. 147, seiner letzten Komposition.
Die Karte kostet 25 Euro (Eintritt frei für Schüler, Studenten, Azubis, Erwerbslose, Geburtstagskinder). Bestellungen werden unter
