WARFLETH - Alle zwei Jahre reist das Huder Akkordeon-Orchester mit einem speziell für Kirchen zusammengestelltem Programm durch die Lande. Jetzt gastierte das Ensemble unter Leitung von Renate Koch in der St. Marien-Kirche in Warfleth. Dort sind die Musikerinnen und Musiker gern gesehene Gäste, denn sie haben hier schon in einigen Konzerten ihre musikalische Bandbreite unter Beweis gestellt. Mit frischem Kolorit ertönte die Eurovisionshymne, sie ist ein Teil des Te Deums von Marc-Antoine Charpentier, zum Auftakt durch das Kirchenschiff.
Gleich zweimal forderte Orchesterleiterin Renate Koch das Publikum zum Mitsingen auf. Dieses kam der freundlichen Aufforderung gerne nach und sang gemeinsam mit dem Orchester „Lobe den Herren“ und „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Als Akkordeon-Duo überzeugten Elke Janssen und Brigitte Tölen, die zum einen den Trauungsgesang „Caro mio ben“ von Tommaso Giordani spielten und zum anderen „Der Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Weil aber der Frühling vor der Tür steht, schloss das gesamte Orchester mit dem Rondo aus „Der Frühling“ (ebenfalls Vivaldi) an.
Als besonderen Gruß für das Warflether Publikum hatte das Orchester „An der Weser“ in der Vertonung von Gustav Pressel in das Programm aufgenommen. Ihre Vielseitigkeit und die disziplinierte Spielweise stellten die Musiker mit Medleys aus der „Czech-Suite“, russischen Melodien, Gospels und Klezmer unter Beweis. Der Kanon „Dona nobis Pacem“ (Herr gib uns Frieden) und der „Marsch in D“ von Georg Friedrich Händel setzten den Schlusspunkt dieses durch seinen Reichtum an musikalischen Facetten bestechenden Konzertes. Dass das Huder Akkordeon-Orchester keine Nachwuchssorgen hat, belegten die „vier Spatzen“, Meent Mangels, Heidi Krüger, Saskia Janzen und Christin Wittenberg, die sich neben den „alten Hasen“ gut behaupteten.
