Warfleth - Die New Yorker Juillard School gilt als „Kaderschmiede“ der westlichen Welt in Sachen Musik. Die Liste ihrer Ehemaligen umfasst neben international bekannten Namen auch die zweier amerikanischer Ausnahmemusikerinnen, die sich am Sonntag, 25. März, in der Konzertkirche Warfleth treffen: Ariadne Daskalakis, in Boston aufgewachsene griechischstämmige Star-Geigerin, und die aus New York stammende Pianistin Nina Tichman.

Gemeinsam gestalten beide ihr drittes Konzert in der auf vier Jahre angelegten Reihe „Mozart und die Moderne“. Beginn ist um 17 Uhr.

Tichmans Name ist in den Annalen der „Juillard“ auf ewig fest eingeschrieben; die Schule würdigte sie anlässlich ihrer Abschlussprüfung „für herausragende musikalische Leistungen“ mit dem äußerst selten verliehenen Steuermann-Preis. In der Folgezeit räumte sie die wichtigsten Auszeichnungen der Klavierwelt ab.

In ihrer Lehrtätigkeit als Professorin in Köln bildete sie immer wieder die nach Kritikerurteil „beste Klavierklasse Deutschlands“ aus, und auch als Jurorin bedeutender Wettbewerbe und Leiterin von Festivals hat „Nina die Große“ reüssiert.

Mit der um eine Generation jüngeren Geigerin Daskalakis verbindet Tichman nicht nur gemeinsame Professorenjahre an der Hochschule Köln, sondern auch zahlreiche gemeinsame Auftritte auf der ganzen Welt – vor allem aber ein gemeinsamer Musizierstil, der sich an den Idealen einer kultivierten Tongebung, an Präzision und Perfektion bei größtmöglicher interpretatorischer Intensität orientiert.

Ariadne Daskalakis, Tochter griechischer Einwanderer, genoss nicht nur eine Ausbildung in Musik, sondern absolvierte zudem ihren Bachelor of Arts an der Harvard University. Beide lieben Lyrik und beide verehren Mozart, was sich in der Delikatesse ihres gemeinsamen Vortrags niederschlägt.

Daskalakis wurde für ihr Geigenspiel vielfach ausgezeichnet. In ihrer reichen Konzerttätigkeit und mit ihren Mal ums Mal prämierten CDs widmet sie sich sowohl der Alten wie auch zeitgenössischer Musik.

Für das Konzert in Warfleth haben die beiden diesmal vier Violinsonaten von Mozart vorbereitet. Außerdem im Programm: Debussys meisterliche g-Moll-Sonate, vollendet im Jahr vor seinem Ableben am 25. März 1918, die berühmte Violinsonate von Ravel und die ausdrucksstarke Partita von Lutoslawski.

Die Reihe „Mozart und die Moderne – Alle Violinsonaten von Mozart und korrespondierende Werke des 20. Jahrhunderts“ wurde von Nina Tichman eigens für die Konzertkirche Warfleth konzipiert.

Karten für das Konzert in Warfleth (zwei Pausen), Deichstraße 120, gibt es zum Preis von 25 Euro unter t  04406/920046 oder per E-Mail unter berne-bringt@t-online.de; freien Eintritt haben wie gewohnt Schüler, Studenten, Auszubildende, Erwerbslose und Geburtstagskinder sowie Anwohner mit einer „Warfleth“-Karte.

Im Geburtstagsjahr von „Berne bringt...“ – die Reihe gibt es seit zehn Jahren – vergibt Konzertorganisator Reinhard Rakow zu jedem Konzert in der Kirche am Deich jeweils zehn Freikarten für Anwohner. Sie können unter der genannten Rufnummer oder der genannten E-Mail geordert werden.