Hallo liebe Daheimgebliebenen!
Vor einigen Tagen habe ich mit Schrecken bemerkt, dass jetzt schon mehr als die Hälfte meines Austauschjahres vorbei ist. In den letzten Wochen verging die Zeit so schnell, dass ich das gar nicht bemerkt habe. Weihnachten war hier natürlich ein sehr wichtiges Fest. Die Weinachtsbescherung in meiner Familie fand schon am 18. Dezember statt. Wir sind mit der ganzen großen Familie (ca. 20 Leute) zu den Wisconsin Dells gefahren. Dort gibt es einen der größten Wasserparks in Amerika. Meine Gasteltern hatten für alle ein paar große Hotelräume gebucht. Tagsüber waren wir in dem riesigen Schwimmbad und abends fand dann im Hotel unter einem kleinen künstlichen Tannenbaum die große Weihnachtsbescherung statt. Ich habe noch nie so viele Geschenke auf einmal gesehen! Das war wirklich unglaublich. Meine Gastmutter hatte, wie berichtet, ihre Weihnachtseinkäufe schon im August begonnen, also hatte sie auch entsprechend viele Geschenke für alle besorgt.
Zu Hause hatten wir aber auch noch einmal eine kleine Weihanchtsbescherung am 24. Dezember, und zwar unter einem echten Tannenbaum! Alles in allem war dieses Weihnachtsfest für mich sehr anders als ich es gewöhnt bin, aber das ist ja gerade das Aufregende.
Silvester wird hier nicht so groß gefeiert wie in Deutschland. Ich habe eine Freundin zu mir nach Hause eingeladen und wir haben den Abend mit Spielen und Fernsehen verbracht. Und kurz vor Mitternacht sind wir alle in unseren Whirlpool auf der Terrasse gegangen und haben echten deutschen Glühwein getrunken. Das war was ganz Neues für mich.
Neulich hatten wir hier einen großen Schneesturm. Über Nacht hat es ca. 30 cm geschneit, und kaum jemand hat am nächsten Tag das Haus verlassen. Nachts ist es manchmal fast -20° C kalt. Das ist wohl das typische Winterwetter hier in Wisconsin. Ich spiele natürlich immer noch Basketball, und mein Team ist auch ziemlich gut. Das ist erstmal das Neueste aus dem winterlichen Wisconsin. Liebe Grüße nach Deutschland und bis bald.
Anna Poppen, 16-jährige Brettorferin, lebt für ein Jahr im US-Bundesstaat Wisconsin.
