Rastede/Wiefelstede - „Lass dich nicht vom Bösen überwinden – Zum Glauben stehen in schwierigen Zeiten“ lautet an diesem Freitag, 20. Februar, das Thema im Gemeindehaus am Denkmalsplatz in Rastede. Ab 19 Uhr findet eine ökumenische Andacht statt, anschließend hält Jens Fischer (Open Doors – Hilfsorganisation für verfolgte Christen) einen Vortrag. Die Gruppe Aspalatus C unterhält mit Musik. Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Rastede und Wiefelstede laden dazu alle Interessierten ein.

Vorbereitet wurde der Abend von einem ökumenischen Arbeitskreis unter der Leitung von Pfarrer Tim Unger, Pfarrer Friedrich Henoch und Dr. Bernhard Schwarze. Die Veranstaltung soll einerseits daran erinnern, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man sich offen zu seinem Glauben bekennen kann, erklärt Henoch. Zum anderen soll an Menschen erinnert werden, die auch in schwierigen Situationen und unter Todesandrohung sich nicht davon haben abbringen lassen, auf Vergebung, Liebe und Frieden zu setzen.

Der Abend soll eine Veranstaltungsreihe eröffnen, bei der an jedem Sonntag während der Passionszeit den Verfolgten und Bedrängten eine Stimme gegeben werden soll. In den folgenden sechs Wochen wollen die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Menschen in den Blickpunkt stellen, die keinen Rachegedanken unterlegen sind, sondern das Böse mit Gutem überwinden wollen.

„In jedem Gottesdienst wird eines Menschen gedacht, der wegen seines Glaubens verfolgt worden ist“, berichtet Unger. Dabei handelt es es sich um Menschen aus Pakistan, Iran, Vietnam und Polen zur kommunistischen Zeit. Hinzu kommen Edith Stein, eine Katholikin, die wegen ihrer jüdischen Herkunft in Auschwitz ermordet wurde, und Ursula Link, die dem Mörder ihrer Tochter verzieh. In den folgenden sechs Wochen werden in den beteiligten Kirchen (St.-Ulrichs-Kirche Rastede, St.-Marien-Kirche Rastede und St.-Johannes-Kirche Wiefelstede) Plakate zu diesen Glaubenszeugen ausgestellt sein, kündigt Unger an.