WEHNEN - „Was verbinden Sie mit dem Satz ,Augenblick verweile doch...’?“ Diese inspirierende Leitfrage stellten die anleitenden Künstlerinnen der Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit aus Oldenburg bei einer Kunstaktion auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen vor einiger Zeit ihren Gästen.

Ziel der Aktion war es, tönerne Schrifttafeln, verbunden mit einer Installation, zu diesem Thema zu erstellen. Seinen Platz fand das Kunstwerk nun an der Außenwand der Kapelle. „Hier harmoniert es besonders gut mit der Außenmauer“, erklärte Künstlerin Beate Anneken.

Gemeinsam mit Hartwig Witte und Christa Lingenau hatte sie einen Monat lang in ein mit allen erforderlichen Materialien und Werkzeugen ausgestattetes Zelt zum Mitmachen eingeladen.

Die Künstlerinnen und Künstler von der Oldenburger Werkschule animierten nicht nur Patienten und Besucher. Auch Mitarbeiter, Anwohner und Spaziergänger fühlten sich durch die im Vorfeld verteilten Flyer und Plakate angesprochen.

Wer wollte, konnte in dem Zelt zu Ton, Stift und Werkzeug greifen oder auch einen mündlichen Vorschlag zum Leitthema abgeben. Dieser wurde dann notiert und später in der Werkschule auf Tontafeln übertragen, gebrannt und zu einer ansprechenden Gestaltung verbunden.

Am Ende der Kunstaktion kamen so 32 beidseitig beschriebene Schrifttafeln zusammen. Diese wurden in eine vierteilige Rahmenkonstruktion eingebunden, die von der Werkschule entworfen und von der Technischen Abteilung der Karl-Jaspers-Klinik gefertigt worden war.