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„Weihnachtsbasare vor Volkstrauertag unangemessen“

Betrifft:

„Adventsbasare“ und „vorweihnachtliche Basare“ am Wochenende des Volkstrauertags

Es gibt in der Evangelischen Kirche die Aktion „Advent ist im Dezember“. Eine, wie ich finde, ausgezeichnete Initiative, die sich dafür einsetzt, die Feste dann zu feiern, wenn sie dran sind. Und es ist die richtige Antwort auf Lebkuchen und Weihnachtsmänner bereits im August oder September im Regal beim Supermarkt nebenan.

Dementsprechend versuche ich, im Religionsunterricht den Schülerinnen und Schülern die Themen nach Möglichkeit unter anderem entlang des Kirchenjahrs nahe zu bringen. Völlig daneben finde ich es allerdings, wenn ev. Gemeinden in Friesland einen „Adventsbasar“ oder „vorweihnachtlichen Basar“ am Wochenende des Volkstrauertags veranstalten. Ich finde es völlig unangemessen, wenn hier vorweihnachtliche Geschäfte gemacht werden, während gleich nebenan der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht wird.

Und dies lässt sich meines Erachtens auch nicht dadurch rechtfertigen, dass ein Teil des Erlöses für „Brot für die Welt“ gespendet wird. Nach dem Volkstrauertag folgt erst noch der Totensonntag oder auch Ewigkeitssonntag. Den sollten auch die betreffenden Kirchengemeinden abwarten können, statt beim Wettbewerb „wer hat den ersten Weihnachtsbasar in Friesland“ als Sieger gelten zu können. Mit diesem Wettrennen erweisen sie unserer Kirche einen Bärendienst.

Wie soll ich denn den Kindern im Religionsunterricht das Kirchenjahr nahe bringen, wenn Kirchengemeinden nebenan dies durch überflüssigen Aktionismus torpedieren?

Maike Poppinga

Jever
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