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Seit 1978 leitet die Huderin Hannelore Schmidt die Eltern-Kind-Turngruppe. 40 Kinder machen jeden Donnerstag mit.

von Björn Völlmar

hude Ergriffen sitzt sie auf einem Kasten in der Sporthalle in der Glatzer Straße. Ihre Augen glänzen und sie strahlt über das ganze Gesicht. Mehr als 50 Kinder haben mit ihren Eltern einen Kreis um sie herum gebildet und blicken sie treu mit einem Lächeln an. Aus den Lautsprechern der Musikanlage ertönt das Lied „Step nach rechts, step nach links, ja das bringts,...“. Die Kinder heben ihre Arme, strecken sich, klatschen in die Hände und lächeln zwischendurch immer wieder. Die Aufführung und das Lied „Wir tanzen den Theo“ haben die Zwei- bis Vierjährigen einzig und allein Hannelore Schmidt gewidmet.

„Es ist das schönste Erlebnis in meiner Laufbahn“, sagt Schmidt. Seit 30 Jahren leitet sie die Eltern-Kind-Turngruppe des TV Hude. Aus diesem Grund nutzten die Kleinen der Gemeinde gemeinsam mit ihren Eltern und anderen Übungsleitern Donnerstagnachmittag die Chance, sich während der Weihnachtsfeier bei Hannelore Schmidt zu bedanken.

1974 fing Schmidt beim TV Hude an, zuerst mit Kinderturnen, danach, 1978 wechselte sie zum Eltern-Kind-Turnen. Besonders an den Winter 1978 erinnert sie sich: „Damals fiel das Turnen wegen eines Schneesturmes erstmals aus.“ Momentan kommen im Schnitt 40 Kinder mit ihren Eltern zum Turnen, in den 80-ern seien es wesentlich mehr gewesen, berichtet Schmidt. „120 Kinder waren keine Seltenheit.“

Neben der Übungsleiterin konnten sich die Kleinen am Donnerstag über den Besuch von Stefan Riesenzwerg und dem Weihnachtsmann freuen. Stefan Riesenzwerg sang mit den Kindern auf spezielle Art und Weise weihnachtliche Lieder wie „O Tannenbaum“. Außerdem zeigte er, wie man aus Luftballons Geschenke bastelt – unter anderem ein riesiges Herz mit zwei Turteltauben darin für Hannelore Schmidt.

Nebenbei appelierte er an die Kinder, sich gesund zu ernähren: „Möhren sind sehr wichtig, dann braucht ihr später mal keine Brille, so wie ich.“

Der Weihnachtsmann begleitete Riesenzwergs Treiben und wartete auf seinen Auftritt genauso gespannt, wie die Kinder. Er las, nachdem sich Riesenzwerg verabschiedet hatte, eine kurze Geschichte vor und wollte von den Kleinen Gedichte hören. Zur Belohnung für die vorgetragenen Gedichte und als Geschenke für alle Kinder gab es aus einem riesengroßen Sack Äpfel.

„Das war eine ganz, ganz tolle Veranstaltung für mich“, sagte Schmidt. „Es ist einfach wunderbar, mit Kindern zu arbeiten und diese leuchtenden Augen zu sehen.“ Früher habe sie zwei Gruppen pro Woche unterrichtet. Momentan schaffe sie aber nur noch eine, berichtet sie. „Ich freue mich aber über jedes neue und vor allem junge Gesicht, dass bei uns in der Eltern-Kind-Turngruppe mitmachen möchte.“ Schmidt trainiert jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr in der Sporthalle in der Glatzer Straße.