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Konzert Weihnachtsmarkt der Chormusik

Christian Schöckel

Nordenham - So fühlt sich Weihnachten an. Der gemischte Chor Absiliat sang vom „Winterwunderland“, von „Jingle Bells“ und der „Petersburger Schlittenfahrt“. Chorleiter Dierk Smit las die Geschichte vom Weihnachtsengel vor, das Burhaver Akkordeon-Ensemble Nordseekrabben erzählte vom kleinen Trommler und vom rotnasigen Rentier Rudolph. Der Chor Jaderberg stimmte „Jubilate“ und „In stiller Nacht“ an, Rudis Weihnachtskapelle forderte „Komm näher Frieden“ und „Come see the child“. Am Sonnabend waren im Theatersaal des Güterschuppens an der Müllerstraße alle Plätze besetzt: gleich zweimal ausverkauft – am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ebenso wie am Abend bei Glühwein und Keksen.

Festlich geschmückt

Die Bühne war getreu dem Motto „Zauberhaftes Weihnachten“ festlich geschmückt mit einer Bilderleiste von Pagodenzelten unter einem tiefblauen Sternenhimmel, darunter Tannenbäume und Santa Claus auf seinem Schlitten. Von der Decke im Saal hingen goldene Sterne herab, die sich im Luftzug drehten. Von ihnen fiel das reflektierte Scheinwerferlicht wie Blitze in den Zuschauerraum.

Der Chor Absiliat, der im Jahr 2012 durch die Fusion der Atenser Liedertafel und des Singkreises Abbehausen entstand war, lässt mit seiner Einladung zum alljährlichen Weihnachtssingen eine alte Tradition der Atenser weiterleben. Um dabei ein ebenso facettenreiches wie kurzweiliges Programm in gemütlicher Runde anbieten zu können, bittet Dierk Smit stets befreundete Chöre um Unterstützung. „Das ist nicht immer einfach“, gestand der Chorleiter, „denn zwei Aufführungen an einem Tag macht nicht jeder mit.“

Diesmal konnte er neben den Burhaver Akkordeonspielern unter der Leitung von Petra Preißler den gemischten Chor Jaderberg gewinnen, der erst vor kurzem sein 20-jähriges Bestehen feierte. Sein Vormann Manfred Scholz, fast ebenso lange dabei, ist in Nordenham kein Unbekannter: Er leitete über viele Jahre hinweg auch die Geschicke der Atenser Liedertafel. Die Jaderberger, so erzählte er, seien breit aufgestellt: klassische und moderne Volkslieder und kirchliche Gesänge ebenso wie Rock und Pop. Ob auch sein Chor Nachwuchsprobleme habe, wollte Dierk Smit wissen. „Über etwas, was man nicht hat, braucht man sich nicht zu sorgen,“ erwiderte Manfred Scholz doppeldeutig.

Weitere Unterstützung erhielt Absiliat von Rudis Weihnachtskapelle, quasi einer Neuentdeckung : Vier Studenten und eine Lehramtsanwärterin gehören dazu. Ein Chormitglied von Absiliat hatte zwei der jungen Leute vor Monaten anlässlich einer Trauung in einer Oldenburger Kirche singen gehört, war spontan begeistert und sprach sie an. Die zwei sagten zu, taten sich mit weiteren drei Kommilitonen zusammen und hatten jetzt im Güterschuppen ihren ersten gemeinsamen Auftritt.

Finale mit „Stille Nacht“

Die Gäste der Absiliat-Veranstaltung genossen die gemütliche Atmosphäre und ließen sich von Dierk Smit gern mitnehmen auf die Reise zum Weihnachtsmarkt der Chormusik. Ihr Applaus galt gleichermaßen allen vier Gruppen. Und so war es auch nur zu selbstverständlich, dass zum Abschied alle gemeinsam und zusammen mit dem Publikum „Stille Nacht, heilige Nacht“ anstimmten.

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