Harpstedt - Wünsche standen im Mittelpunkt der Weihnachtsfeier der Haupt- und Realschule Harpstedt am Freitagmorgen in der Harpstedter Christuskirche.

Die naheliegenden materiellen Wünsche wie das Computerspiel und das neue Handy waren aber nur am Rande gemeint. Vielmehr ging es um die großen Wünsche, mit denen sich auch die Band Die Toten Hosen in ihrem Lied „Wünsch dir was“ beschäftigt. Nachdem die Schulband das Lied zu Eröffnung gespielt hatte, machte sich Pastor Gunnar Schulz-Achelis einige Gedanken zu den Wünschen, um die es auch in dem Lied geht – Frieden, Gerechtigkeit, Liebe.

Schon der Wunsch nach Freundschaft oder Liebe bewirke etwas bei dem, der den Wunsch hat, meinte der Pastor. Auch von Gott könne man sich etwas wünschen, meinte der Pastor. Und schon der Wunsch ermutige einen selbst, den ersten Schritt zu machen, und sich selbst für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.

Ähnlich sah das auch Schulleiter Peter Bilski. „Wünsche gehen in Erfüllung, wenn wir selbst etwas dafür tun“, sagte er.

Organisiert hatte Henrike Hoyer die Feier mit vielen Schülerinnen und Schülern – sie hatte diese Aufgabe von Frank Zimmermann übernommen, der seit August an einer Schule in Kairo unterrichtet. Ganz gefehlt hat Zimmermann dann aber doch nicht. Per Video-Beitrag wurde er in die Feier integriert, und viele seiner ägyptischen Schüler durften über ihre Wünsche sprechen, sowohl die Wünsche nach materiellen Gütern wie auch nach Frieden und einer sicheren Zukunft für ihr Land. Er sei wunschlos glücklich, meinte einer der jungen Ägypter – was Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes in seinem Beitrag gerne aufnahm. „Wir können wunschlos glücklich sein, wir leben in Frieden“, sagte er. Er selbst habe aber schon einen Wunsch – dass die Samtgemeinde als Schulträger auch im kommenden Jahr unter seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin mehr die Schülerinnen und Schüler als die Zahlen im Blick habe.

Wunschlos glücklich und zufrieden konnten auch die Schülerinnen und Schüler sein, die mit tollen musikalischen Beiträgen zur Weihnachtsfeier beitrugen – wie der 16-jährige Lucas Marquardt, der mit zwei selbst komponierten Klavierstücken völlig zu Recht für großen Applaus sorgte.