Kleibrok - Die Kingtaube hat eine lange Geschichte, weiß Heino Block. Er ist Ausstellungsleiter beim Rassegeflügelzüchterverein Rastede und bereitet die Schau vor, die an diesem Sonnabend und Sonntag, 4. und 5. Januar, in der Turnhalle der Grundschule Kleibrok (Zur-Windmühlen-Straße) stattfindet (NWZ berichtete).
„Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kingtaube aus verschiedenen Rassen herausgezüchtet“, erzählt Block. Damals wurde sie in den USA als Wirtschaftsrasse gehalten und diente der Fleischproduktion. Nur einen Farbenschlag dieser Rasse gab es anfangs, schildert der Ausstellungsleiter. Die Kingtaube war weiß.
Heute ist das anders. „Es gibt Kingtauben in zig verschiedenen Farben“, sagt Block. Er geht in der Turnhalle der Grundschule Kleibrok an einer langen Reihe von Ausstellungskäfigen vorbei, in denen Kingtauben ganz unterschiedlicher Farbenschläge sitzen.
„Bis zu 1,2 Kilogramm werden diese Tauben schwer“, erzählt Block. Neben ihm steht der zweite Ausstellungsleiter Thomas Vogel, der einen dicken Katalog in den Händen hält. Darin finden Wertungsrichter sämtliche Merkmale, die eine bestimmte Rasse idealerweise vorweisen sollte. Volkwin Janssen, Hans-Jürgen Paul und Theo Suntken haben diese Kataloge am Freitag mitgebracht. Sie müssen die rund 200 Tiere aus 25 Rassen und 44 Farbenschlägen bewerten.
Welche Tiere die vorgegebenen Merkmale am besten erfüllen, wird an diesem Sonnabend bekannt gegeben. Im Zuge der offiziellen Eröffnung der Schau durch den Schirmherren Bürgermeister Dieter von Essen ab 10 Uhr werden die Preisträger verkündet.
Ein Gang durch die Ausstellung lohnt sich anschließend sicherlich. Neben den Kingtauben mit ihrer langen Geschichte werden beispielsweise auch Brahma-Hühner gezeigt – eine Rasse, die bereits um 1850 eingeführt wurde. „Diese Rasse stammt aus dem asiatischen Raum“, sagt Block. Die Brahmas gehören zu den Riesenhühnern und zu den größten Tieren, die an diesem Wochenende in Kleibrok gezeigt werden. „Sie erreichen eine Höhe von fast 70 Zentimetern“, berichtet der Ausstellungsleiter.
Ein weiteres ungewöhnliches Erscheinungsbild finden Besucher der Ausstellung in einem Nachbarkäfig. Dort werden die ebenfalls aus Asien stammenden Cemani-Hühner gezeigt. Block: „Diese Hühner sind komplett schwarz.“ Neben Tauben und (Zwerg)-Hühnern präsentieren die rund 20 Aussteller außerdem Enten und Gänse in der Turnhalle.
