Schwei - Trotz des beschwerlichen Weges vom Kirchenvorplatz in die St.-Secundus-Kirche kamen etliche Besucher zum nunmehr 3. Schweier Martinsmarkt. Noch laufen die Umbauarbeiten mit Pflasterungen und Wegebefestigungen im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes auf Hochtouren, so dass die Besucher ihre Autos an der Straße parken mussten.
In der Kirche dagegen tummelten sich Jung und Alt. Es wurde an diversen Ständen gestöbert oder Kaffee und Kuchen an Tischen unter der Galerie genossen.
Zum Programm gehörte auch ein Auftritt der Plattdeutsch-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule Schwei. 20 Jungen und Mädchen unter der Leitung von Hannelore Bohlken sangen plattdeutsche Lieder und trugen Gedichte und Geschichten vor.
Mit einer großen Tombola lockte der Bastelkreis, der wieder viele Preise und Trostpreise zu vergeben hatte. Die Tassen und Deko-Artikel sowie der Hauptpreis, ein Gutschein für eine Martinsgans, waren von den Mitgliedern im Vorfeld bei Privat- und Geschäftsleuten eingesammelt worden.
Warme Socken, Schals, Mützen und dekorative Häkeldecken bot der Handarbeitskreis zum Verkauf an. Auch für die Kaffee- und Kuchenausgabe sorgten die Frauen des Handarbeitskreises, die zudem die Tische mit Kerzen und Grün dekoriert hatten.
Auf dem Bücherflohmarkt konnten die Besucher nach geeigneter Literatur aus der Schweier Gemeindebücherei zum günstigen Preis Ausschau halten.
Kleine Glocken in zwei verschiedenen Größen bot der Kirchbauverein an. Hier wurde für die neue Kirchenglocke geworben und bei der Glockenspendenaktion kamen weitere Gelder für das Projekt zusammen. Dank einer großen Spende der Stiftung Werner Hofmann konnte bereits das Material für den Guss finanziert werden.
Bei weiteren Sammelaktionen in der Vergangenheit und in der Zukunft geht es nun darum, die Arbeit der Gießer zu finanzieren. Wie Cord Diekmann, Vorsitzender des Kirchbauvereines, mitteilte, wurde der Auftrag bereits an die Firma Rincker in Sinn im Lahn-Dill-Kreis vergeben.
Die Firma wird die etwa zwei Tonnen schwere Bronzeglocke im Lehmformungsverfahren gießen, einer althergebrachten und ursprünglichen Methode des Bronzegusses.
„Wir haben jetzt Planungssicherheit“, freute sich Cord Diekmann, der die Glocke für März kommenden Jahres in Schwei erwartet. Er hofft zudem, dass durch weitere Spenden noch in 2014 auch die Aufhängung der Glocke im Glockenturm bewerkstelligt werden kann.
Auch der Erlös der Verkäufe an den verschiedenen Ständen beim Schweier Martinsmarkt wird für den Glockenguss eingesetzt.
