Hannover/Wiesbaden - Im vergangenen Jahr ist in Niedersachsen die Zahl der Einbürgerungen um 6,1 Prozent auf 7722 gesunken teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.
Die meisten Eingebürgerten stammen dabei aus der Türkei (1657), Polen (576), Irak (317) und Syrien (300). Bundesweit stammten die meisten Neubürger aus der Türkei (22 463), Polen (5932), Kroatien (3899) und dem Kosovo (3506). In Bremen stieg sie dagegen um knapp 1,1 Prozent auf 1583.
In ganz Deutschland zählte das Statistische Bundesamt in 2014 insgesamt 108 420 Einbürgerungen. Das waren 3,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor und 2,0 Prozent weniger als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Zahl der Einbürgerungen hat sich in den Bundesländern uneinheitlich entwickelt: So gab es 2014 in Baden-Württemberg 4,6 Prozent mehr Einbürgerungen als im Vorjahr, in Hessen wurden 6,4 Prozent weniger Neubürger gezählt. Die meisten Einbürgerungen verzeichnete 2014 Nordrhein-Westfalen – rund 28 000 Menschen entschieden sich dort für die deutsche Staatsbürgerschaft. Gestiegen ist Zahl der Neubürger aus EU-Ländern: plus 12,3 Prozent. Den größten Zuwachs gab es bei Menschen aus Kroatien; 2014 wurden mehr als doppelt so viele eingebürgert wie 2013 (plus 126,6 Prozent).
Generell ist der Wunsch nach einem deutschen Pass nach wie vor gering. Nur 2,2 Prozent aller Ausländer, die die Voraussetzungen dafür erfüllen, ließen sich 2014 tatsächlich einbürgern.
