Ramsloh - Robbie (Aimee Hislop) ist mit seiner Mutter (Charlie Wood) alleine, seit der Vater die Familie verlassen hat. Was bleibt ist ein leerer Stuhl. Schon bald landet ein Raumschiff im Garten der Familie, mit Jared (Ben O’Shea) an Bord. Während die Mutter und Jared zueinander finden, fällt es Robbie schwer, den neuen Mann zu akzeptieren. Viel Zeit und viele Geschehnisse später, vertraut Robbie ihm schließlich. Und als der Außerirdische Sapol (Jonathan Whitehurst) Jared wieder mit nach Hause nehmen will, lehnt dieser ab. Letztendlich darf er sogar auf dem Stuhl des Vaters platznehmen.
Eindrucksvoll führte das „White Horse Theatre“ am Montag das Stück „The empty chair“ (der leere Stuhl) im Schulzentrum Saterland (SZS) auf. Das pädagogische Tourneetheater mit Sitz in Soest besteht aus englischen Muttersprachlern und war bereits mehrere Male zu Gast am SZS. Alle zwei Jahre wird das Theater dorthin eingeladen, damit die Schüler ihre Englischkenntnisse vertiefen können. Sowohl die Haupt- und Realschüler als auch die Schüler des Laurentius-Siemer-Gymnasiums (LSG) durften die Vorstellungen sehen. Organisiert wurden sie von den Lehrern Doris Kurse (SZS) und Wolfgang Marschall (LSG).
„Die Schauspieler präsentieren jedes Mal andere Stücke mit altersangemessenen und modernen Themen“, sagte Kruse. So sahen die Jahrgänge fünf und sechs das Stück „The empty chair“, das die Themen Scheidung, Eifersucht und das Gewöhnen an eine neue Partnerschaft thematisiert. „Dreaming in English“ (Träumen in Englisch) sah der Jahrgang zehn. Darin geht es um eine Jugendliche aus einer wohlhabenden Familie, die an einem Englischkursus in Brighton teilnimmt. Dort verliebt sie sich in einen mittellosen Engländer.
„Das Stück handelt von der ersten großen Liebe und hat ein offenes Ende“, sagte Kruse. Das Publikum darf hier miträtseln, was aus der Liebe wird, da sich der Aufenthalt der Jugendlichen dem Ende neigt. Auch würden zum Teil Lehrer mit auf die Bühne geholt und die Schauspieler würden ins Publikum gehen. Zur Vorbereitung auf die Aufführungen hatte das „White Horse Theatre“ zuvor begleitendes Unterrichtsmaterial sowie die Skripte angeboten. „So können auch Schüler, die sich in Englisch schwer tun, den Inhalt verstehen“, sagte Kruse.
Auch an diesem Dienstag finden Aufführungen statt. „Dreaming in Englisch“ sieht dann der Jahrgang neun. Die Jahrgänge sieben und acht erleben die „Success Story“ (Erfolgsgeschichte), die Selbstfindung zum Thema hat. Darin geht es um Jugendliche, die Fernseh-Idolen nacheifern. Durch einen Traum werden sie selber Teil einer TV-Serie. Am Ende merken sie, dass es doch nicht so schlecht ist, so zu sein, wie sie sind.
