Hamburg - Hildegard Knef (1925–2002) war eine der letzten großen deutschen Diven. Am Hamburger Ernst Deutsch Theater schlüpft nun Judy Winter (69) in die Rolle der legendären Schauspielerin, Sängerin und Autorin.

In der umjubelten Uraufführung „Der Teufel und die Diva“ von Fred Breinersdorfer und Katja Röder ließ sie am Donnerstagabend Knefs Leben als international gefeierte, aber auch angefeindete Künstlerin Revue passieren: vom „Trümmermädchen“ zur „Sünderin“, vom Broadwaystar zur Sängerin. Ihren Fan und diabolischen Widersacher, der wiederholt versucht, die Diva aus der Reserve zu locken, gibt Peter Kremer. Das unterhaltsame Dialogstück mit vielen bekannten Chansons – von „So oder so ist das Leben“ bis „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ – inszenierte Wolfgang Stockmann.

Lebensgroße weiße Buchstaben, wild durcheinandergewürfelt, die zusammen ihren Namen ergeben, bilden das Bühnenbild (Peter Schmidt). Hier wacht die Knef auf, nachdem sie in einem Berliner Krankenhaus an Lungenentzündung gestorben ist.

Doch bald nachdem sich „Hilde“ über ihre neu gewonnene Freiheit gefreut hat, wird ihr klar, dass sie sich im Vorhof der Hölle befindet und der Mann, der ihr andauernd Fragen über ihr Leben stellt, der Teufel persönlich ist. Er will die „Wahrheit über Hildegard Knef“ herausfinden.

Karten: t   040/22 70 14 20