Ganderkesee - Klassik, so ist Rita Wieneke überzeugt, „ist nicht verstaubt, nicht ernst. Sondern schön.“ Den Beweis für diese These überließ die Leiterin der Grundschule an der Langen Straße am Donnerstag den Dritt- und Viertklässlern ihrer Schule: Die etwa 120 Kinder stellten ihren Eltern, Omas, Opas und Geschwistern in der Turnhalle „Klassik in der Langen Straße...“ vor.

Die Idee zu dieser Premiere war um Ostern geboten worden. Die drei Musiklehrerinnen Katharina Lüder, Frauke Vennegerts und Astrid Pape-Westermann überlegten, wie musische Beiträge der einzelnen Klassen, die ansonsten im „Forum“ nur schulintern vorgetragen werden, vor einem größeren Kreis aufgeführt werden könnten.

Ihr Konzept: Jede 3. und 4. Klasse sollte einen Beitrag über ein Werk eines alten Meisters beisteuern – egal, ob gesungen, getanzt, gesprochen oder mit Instrumenten dargeboten. Alle Mosaikteile sollten ein Gesamtbild ergeben. Das Interesse am Ergebnis war groß. „162 Anmeldungen gingen ein, deshalb sind wir von der Aula in die Turnhalle ausgewichen“, sagte Astrid Pape-Westermann.

Dort erlebten die Gäste nach der Begrüßung durch Rita Wieneke sowie die Schülersprecher Jette Hafermann und Joris Bücking eine teils überraschende Herangehensweise an die Werke alter Meister: So zeigte die 3c, wie die Ungarischen Tänze von Johannes Brahms mit PET-Flaschen und Bändern eindrucksvoll in Szene zu setzen sind. Die 4a trug Johann Wolfgang von Goethes Erlkönig vor – als Rap.