Dünsen - Auf die Klanghölzer, fertig, los: Im Kindergarten „Spielinsel“ in Dünsen wird es jeweils einmal in der Woche laut. Seit September vergangenen Jahres erhalten die Kinder dort wöchentlich eine Dreiviertelstunde musikalische Früherziehung. Rhythmus, Musik, Bewegung und das richtige Hören stehen dann auf der Tagesordnung.
Wenn sich Musiklehrerin Sonja Bode von der Musikschule „Strings“ in Harpstedt mit dem Nachwuchs in den Turnraum begibt, kann es auch schon mal laut werden. Besonders wenn die Kinder ihre Klanghölzer, Handtrommeln, Rasseln und Güiros benutzen. Besonders beliebt ist dabei dann natürlich das Lied von „Leo Laut“. Stimmt Bode „Lisa Leise“ an, gilt es, die Instrument möglichst leise erklingen zu lassen.
Diese musikalische Früherziehung hat der Gemeinderat Dünsen möglich gemacht. „Im vergangenen Jahr hat mich die Elternvertretung des Kindergartens auf diese Möglichkeit der musikalischen Früherziehung hingewiesen“, erklärt Gemeindebürgermeister Hartmut Post. Im Verwaltungsausschuss sei das Thema gut aufgenommen worden, so dass der Realisierung des Projekts im November einstimmig zugestimmt wurde. Die Kosten für die wöchentliche Unterrichtsstunde – 1320 Euro – zahlt die Gemeinde bis Ende Juli. „Das Geld ist gut angelegt“, befand Post. Schließlich gehe es um die Kinder.
Währenddessen üben die Kinder im Turnraum fleißig die Tonleiter. Dabei helfen ihnen der Musik-Kater und verschiedene andere Stofftiere. Denn mit Bildern und Ritualen bleiben die Kinder länger konzentriert. Deshalb werden die einzelnen Abschnitte der Stunde auch stets zügig gewechselt.
Bei den Kindern kommt die Musikstunde gut an. „Bereits in der kurzen Zeit sieht man, dass die Kinder ganz viel aus den Stunden mitnehmen“, freut sich Kindergartenleiterin Ulrike Schoppe. Der Nachwuchs bekomme ein ganz anderes Gehör und Gespür für Musik und Rhythmus.
Ob die Gemeinde die musikalische Früherziehung auch ab Sommer weiterhin finanziert, lässt Post noch offen: „Wir möchten das Modell erst einmal beobachten und werden dann eine Entscheidung treffen, inwieweit sich die Gemeinde Dünsen an den Kosten beteiligen wird.“
