Hude - Große Augen und hohe Erwartungen hatten die Kinder der dritten Klasse am Mittwochmorgen. Schließlich waren Mitarbeiter der Polizei Oldenburg bei ihnen, in der Grundschule Jägerstraße, zu Besuch, um ein Puppenspiel aufzuführen.
Der Vorhang geht auf – eine Figur mit orangenem Kopf im gestreiften Pullover begrüßt die Zuschauer. Es ist Streifix, der von seiner Geburtstagsparty erzählt, die er mit seinem besten Freund Delta feiern will, auf die er sich richtig freut. Leider sagt Delta kurzfristig ab, weil er einen Freiflug in einer Rakete gewonnen hat.
Streifix findet jedoch in Kanto einen neuen Freund. Als Delta zurückkommt, wollen Streifix und Kanto nichts mehr mit Delta zu tun haben. Kanto schlägt sogar das Geschenk, das Delta für Streifix besorgt hat, weg. Die Situation spitzt sich immer weiter zu. Als Streifix sich für einen der beiden entscheiden soll, entschließt er sich zu gehen.
Glücklicherweise erkennen Delta und Kanto, nachdem sie sich mit dem Publikum beraten haben, dass sie zu dritt viel mehr Spaß haben können und vertragen sich mit Streifix, so dass die drei am Ende des Stückes schließlich Freunde werden.
Im Anschluss an die Aufführung begleitete jeweils ein Polizeipuppenspieler die Kinder in ihre Klassenräume. Kerstin Wulfekuhl war bei den Schülern der Klasse 3b. „Wer kann mir sagen, was das große Thema des Stücks war?“, fragte sie die Jungen und Mädchen. „Freundschaft“ waren sich die Kinder einig.
„Und was bedeutet das, wenn man befreundet ist?“, fragte die Pädagogin weiter. Auch da waren sich die Kinder einig. „Man ist nett zueinander.“ „Man nimmt Rücksicht.“ „Man hilft sich und hält zusammen.“ So lauteten die Antworten.
Über einfache Fragen erarbeitete Wulfekuhl so mit den Drittklässlern den Inhalt des Stückes. Schwerpunkt waren dabei vor allem die Begriffe Gewalt und Ausgrenzung.
An Beispielen aus dem Stück vermittelte die Pädagogin, dass es verschiedene Arten von Gewalt gibt: die seelische und körperliche Gewalt sowie die Schabeschädigung. Außerdem machte sie den Jungen und Mädchen auch deutlich, was es für einen Menschen bedeutet, ausgegrenzt zu werden und was man gegen Ausgrenzung unternehmen kann.
