Oldenburg - Zweieinhalb Jahre ist es her, dass im Theater Wrede erstmals Kleinkinder ganz aus dem Häuschen waren: „Die Hausschnecke“ verzauberte allerliebst mit Klang, Bewegung und Poesie. Auf diesen Erfolg aufbauend hat das Theater Wrede um Theatermacher, Schauspieler und Musiker Winfried Wrede nun ein neues Theaterstück für die Allerkleinsten entwickelt. „Sching schang – hui“ feierte jetzt Premiere.
Gespielt wird in der Klävemannstraße – da, wo sich kleine Theaterneulinge am wohlsten fühlen: im Foyer. Tageslicht flutet durch große Fenster, auf Bodenkissen und niedrigen Bänken haben es sich die Kleinen gemütlich gemacht, viele sitzen auf Mamas oder Papas Schoß. Der weiße Vorhang ist noch geschlossen, da ertönen von hinten die ersten zarten Klänge. Die Kinder drehen sich staunend um und verfolgen gespannt die beiden in fröhlichen Sonnenfarben gekleideten Männer auf ihrem Weg zur Bühne – der eine mit einer Klangschale, der andere mit einem lustigen Fernrohr.
Der Vorhang wird beiseite geschoben und gibt den Blick auf ein gemütliches Spielzimmer frei mit Teppichboden, Musikecke und Schrank. Winfried Wrede hockt sich zu Xylofon, Glöckchen, bunten Klangrohren, Akkordeon und allerlei Pfeifen. Tänzer Marco Jodes steigt neugierig in den Schrank, der drei Türen übereinander hat. Er öffnet nur die oberste und lässt seine Finger wie beim Puppentheater tanzen. Die kleinen Zuschauer kichern vergnügt.
Kein Wunder, auf der Bühne stehen zwei Spaßmacher. Jetzt kraulen sie sich gegenseitig die Haare und kitzeln sich durch. Dazu brabbeln sie in Babysprache „plopp, dididing, klack“ und natürlich „sching schang – hui“. Sie drehen Pirouetten, verstecken sich und kostümieren sich mit einer roten Feder. „Die machen Quatsch“, ruft ein kleines Mädchen entzückt.
Das wortlose Kinderspiel endet, als es am turbulentesten ist: Marco Jodes, freischaffender Künstler aus Oldenburg, tanzt auf einem Klangteppich aus Farbkreisen. Jede Farbe wird von Winfried Wrede musikalisch erweckt mit Gongschlägen, Pfeifgeräuschen, Rütteln von Steinchen oder Plätschern im Wassereimer. Bei so viel Spaß vergehen 35 Minuten ruck zuck, bevor die Kleinen die Bühne erstürmen und alles untersuchen dürfen. So verspielt kann Theater sein. Karten gibt es unter Tel. 9 57 20 22 oder
