Wildeshausen - Sie leuchten in kräftigen Rot-, Blau- und Gelbtönen, die 22 meist großformatigen Bilder von Friedrich Lüers aus Geveshausen, die derzeit im Dötlinger Lopshof hängen. Blickfänge auf den Fensterbänken direkt daneben sind die acht Figuren und zwei Reliefbilder von Hossein Razagi aus Neerstedt. „Er versteht es, Marmor, Kupfer und Schieferstein so zu arrangieren, dass Sie sich garantiert zu einem ,Kuss’ hinreißen lassen“, schwärmt Gastgeberin Marita Tzschoppe in Anspielung auf den Titel einer der fantasievollen Büsten.

Als Assistentin der Geschäftsführung der Norle, die den Lopshof in Dötlingen betreibt, freut Tzschoppe sich besonders, gleich zwei heimische Künstler für die aktuelle Ausstellung in dem Café/Restaurant gewonnen zu haben. „Premiere für uns ist nach über 40 Ausstellungen seit 2007 aber auch die Präsentation von Skulpturen, nachdem wir uns bislang auf Bilder beschränkt hatten“, berichtet sie weiter.

An den Bildern des „Molers“ Lüers begeistert sie seine Liebe zur Geestlandschaft. Den Künstler selbst erinnern seine in der Stilrichtung des Konsensismus gemalten Werke an Glas-Mosaike und Kirchenfenster. „Bäume, Wasserflächen und Deiche bekommen eine ungewöhnliche Wirkung durch die andersartige Linienführung, Bildaufteilung und Farbintensität“, erläutert Lüers. Freude macht ihm auch, nur mit seinen Lieblingsfarben zu arbeiten.

Der im Iran geborene Bildhauer Hossein Razagi setzt hingegen weniger auf Farbe als vielmehr auf die Vielfalt des Materials. So gelingt es ihm, Holz, Bronze und Stein so zu arrangieren, dass selbst schwere Büsten einen Hauch von Leichtigkeit gewinnen. Das Spektrum ist dabei weit gefächert und reicht von den „Bremer Stadtmusikanten“ aus Bronze über den schillernd grünen „Lebensbaum“ bis zum bemalten „Alten Krieger“ aus Holz.

Zu bewundern sind die Kunstwerke im Lopshof ab sofort bis Ende April mittwochs, donnerstags und freitags von 12 bis 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Gruppen können auch außerhalb der Öffnungszeiten die Ausstellung besichtigen.