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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Welttag Des Buches: Wer liest – und wenn ja wie teuer?

22.04.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-04-25T08:43:58Z 280 158

Welttag Des Buches:
Wer liest – und wenn ja wie teuer?

Frankfurt Deutschland ist ein Land der Leser. Als weltweit zweitgrößter Buchmarkt verfügt die Bundesrepublik über eine sehr vielfältige Struktur von Autoren, Verlagen und Buchhandlungen. Am kommenden Sonntag begeht die Branche bundesweit den „Welttag des Buches“. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) nennt wichtige Daten zum Buchmarkt. Sie basieren weitgehend auf der im vergangenen Sommer vorgelegten Statistik des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels für 2015.

Wie hoch ist der Umsatz auf dem Buchmarkt?

Der Umsatz ging 2015 um 1,4 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro zurück. Damit ist der Umsatz trotz großer Umbrüche und massiver Medienkonkurrenz seit zehn Jahren weitgehend stabil.

Wieviel Geld geben deutsche Haushalte für Bücher aus?

Private Haushalte haben nach den aktuellsten vorliegenden Zahlen im Jahr 2013 durchschnittlich 432 Euro für Bücher, Zeitungen und andere Druckerzeugnisse ausgegeben. Das entspricht 14 Prozent der 3132 Euro, die jährlich im Schnitt für Freizeit, Unterhaltung und Kultur aufgewendet werden. Für Romane, Sach-, Kinder- und Lehrbücher gaben die Haushalte laut Statistischem Bundesamt demnach 132 Euro aus. Der Durchschnittsladenpreis der verkauften Titel ist seit zwei Jahren rückläufig, er lag 2015 bei 14,59 Euro.

Wo kaufen die Bundesbürger ihre Bücher?

Der wegen des Internet schon totgesagte klassische Buchhandel hat sich in den vergangenen Jahren überraschend gut behauptet. 2015 gewann er einen Marktanteil von 48,2 Prozent; im Jahr zuvor waren es allerdings noch 49,2 Prozent. Zugleich sank der Umsatz der rund 6000 stationären Buchhandlungen von 4,58 Milliarden Euro auf 4,43 Milliarden. Einen deutlicheren Umsatzanstieg von 6 Prozent verzeichnete der Internethandel: Er erzielte einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro und damit einen Marktanteil von 17,4 Prozent. Weiter auf dem Rückzug war 2015 der klassische Versandbuchhandel, also der Verkauf über Katalog, Mailing oder Telefon. Er verzeichnete 2015 ein Minus von 26,4 Prozent auf 118 Millionen Euro.

Wie entwickeln sich die E-Books?

E-Books gewinnen kaum noch zusätzliche Nutzer hinzu. Die Anzahl der E-Book-Käufer blieb mit 3,9 Millionen Menschen auf demselben Niveau wie 2014. Im Jahr 2015 betrug der Anteil am Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) 4,5 Prozent, im Vorjahr waren es 4,3 Prozent. Die durchschnittliche Kaufintensität pro Käufer stieg allerdings auf durchschnittlich 7,0 E-Books pro Jahr (2014: 6,4 E-Books).

Wie viele Bücher werden pro Jahr veröffentlicht?

Die Titelproduktion (Erstauflagen) der Verlage stieg nach dem Tiefpunkt 2014 im Jahr 2015 wieder auf 76.547 Titel an (2014: 73.863 Titel).

Wer kauft Bücher?

Laut Allensbach-Umfrage haben 2014 rund 60 Prozent der Bundesbürger mindestens ein Buch gekauft. 43 Prozent packten drei und mehr Bücher in den Einkaufskorb, 26 Prozent deckten sich mit fünf und mehr Büchern ein. Der Prozentsatz der Intensivkäufer, die über 20 Bücher pro Jahr kaufen, lag bei 5 Prozent.

Gibt es Unterschiede nach Alter und Geschlecht?

67 Prozent der Frauen, aber nur 53 Prozent der Männer kauften 2014 Bücher. Bei den Altersgruppen sind die 40- bis 49-Jährigen mit 64 Prozent die buch-freundlichste Gruppe. Auch bei den 14- bis 19-Jährigen erklärten 59 Prozent, mindestens ein Buch gekauft zu haben.

Wer ein Buch kauft, liest es noch nicht. Wie sieht das Nutzungsverhalten aus?

Laut Börsenverein sinkt der Prozentsatz derer, die Bücher täglich oder mehrmals in der Woche lesen, quer durch alle Altersklassen. Nur bei den über 70-Jährigen liegt der Wert unverändert bei 42 Prozent. Am deutlichsten ist die Veränderung bis den 14- bis 19-Jährigen: Hier gehören nur noch 38 Prozent zu den Intensivnutzern.