Oldenburg - Ob Töpfern, Malerei oder Bildhauerkunst – das Angebot der Werkschule Oldenburg ist vielseitig. Am Wochenende öffneten sich zum ersten Mal offiziell die Türen zu den Räumlichkeiten im Bahnhofsviertel. Viele Besucher machten sich ein Bild von den zahlreichen Werkräumen, die am neuen Standort an der Rosenstraße 41 im „Kunstforum“ einladend, groß und freundlich sind.
Die Ausstellung „Auftakt“ zeigte Arbeiten der 25 Kursleiterinnen und Kursleiter, die alle auch als Künstler arbeiten. Geschäftsführer Wolfgang Heppner sagte: „Sonst stellen wir die Werke der Teilnehmer in unseren Räumen vor, dieses Mal zeigen die Kursleiter, welche Qualitäten sie besitzen und was sie bewegt.“
In „Künstlergesprächen“ konnten die Besucher Fragen zur Arbeit der Künstler stellen. Keramikerin Frauke Abel berichtete über die Facetten der Töpferei und erzählte über ihren Werdegang. Parallel zeigte sie die Grundlagen des Töpferns. Schnell entstanden zwei Übertöpfe und eine Vase. Die Besucher waren begeistert. Die einzelnen Vorstellungen zeigten neben der Arbeit auch die persönliche Seite der Kursleiter.
Künstlerin Angela Kolter ist mittlerweile seit 25 Jahren bei der Werkschule beschäftigt. Sie sagt: „Mich fasziniert einfach, dass hier so viele Profis zusammen arbeiten. Hier bekommt jeder, ob Hausfrau oder Rentner, eine gute Vermittlung.“ Die Künstler, die die Kurse leiten, haben alle ein Fachgebiet. Kolter beispielsweise bietet zwei Kompaktkurse für Drucktechniken und freie Malerei mit Acryl und Mischtechniken an.
Die Ausstellung nutzten viele Besucher auch, um mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Geschäftsführer Wolfgang Heppner sagte: „Einige Besucher sind Kursteilnehmer, doch man sieht viele neue Gesichter.“
Ein besonderes Augenmerk erhielt das Kunstwerk des Lichtkünstlers Eckhard Dörr, der in die Fenster im ersten Stock der Werkschule mit Diaprojektoren und Beamer ein Lichtspektakel zauberte. Heppner freut sich über das neue Gebäude und die Ausstattung, besonders aber über die Lage: „Ich denke, wir haben nun einen viel besseren Standort, so dass wir auch noch mehr auffallen werden. Zudem wünsche ich mir, dass vor allem unser offenes Forum für bildende Kunst angenommen wird.“ Heppner freut sich auf viele kommende Veranstaltungen: „Wir planen gerade die Keramiktage im Sommer. Da ist natürlich eine nähere Anbindung an die Innenstadt optimal und wir können eventuell das Forum einbinden.“
