Oldenburg - Mitten ins kreative Bahnhofsviertel ist die Werkschule in der vergangenen Woche umgezogen. Nach langem Suchen hatte sich mit diesem zentral gelegenen Gebäude an der Rosenstraße 41 ein Traum erfüllt. Denn die etwa 220 Kursteilnehmer können mit Bus, Bahn und Fahrrad bequem zu ihren Kursen kommen. Mehr als zwei Jahre hatten Beate Anneken und Wolfgang Heppner, künstlerische Leiterin und Geschäftsführer der Werkschule, vergeblich nach neuen Räumen gesucht. Denn es war klar, dass sie das städtische Gebäude am Hochheider Weg 169 verlassen müssen, da es abgerissen wird.
„Am 10. September konnten wir bereits in das Gebäude“, berichtet Beate Anneken, denn in dem 70er-Jahre-Bau musste auf 860 m² so einiges verändert werden, damit Seminarräume und Werkstätten für Keramiker, Bildhauer, Maler und Fotografen dort untergebracht werden können. Noch sind nicht alle Strippen gezogen, aber Brennöfen, Regale voller Beitel und Drehscheiben stehen. Wohl viermal mussten die drei großen Umzugswagen fahren, etwa 13 Wagenladungen voller Material mussten verstaut, wieder ausgepackt und einsortiert werden. „Wir wollen am Montag mit dem Seminarbetrieb wieder anfangen“, sagt Beate Anneken. Das werden die Keramiker im dritten Stock sein, am Dienstag folgen dann die Malerkurse, die nun im vierten Stock angeboten werden. Aus der Werkstatt blicken sie über den Norden Oldenburgs. Die Bildhauerei soll am Mittwoch im zweiten Stock starten.
Das Gebäude war von einem privaten Investor gekauft und an die Werkschule vermietet worden. Im vergangenen Jahr war der Kulturausschuss darüber regelmäßig auf dem Laufenden gehalten worden, da die Einrichtung zu den institutionell von der Stadt geförderten Bildungseinrichtungen gehört. Die Summe beträgt 179 600 Euro, inklusive der Zuschüsse von 28 500 Euro für die internationalen Keramikertage und 77 000 Euro jährliche Unterstützung.
Im Erdgeschoss des Gebäudes gibt es nicht nur ein kleines Büro für die Keramikertage, sondern auch eine Fläche für Ausstellungen und Begegnungen. Dort soll auch im Januar ganz offiziell Einweihung gefeiert werden. Bis dahin soll alles eingeräumt sein.
