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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

600 Shows an 61 Tagen auf der Expo

15.07.2015

Mailand /Lindern Das Summen von Bienen liegt in der Luft, zarte Gitarrenklänge setzen ein. Gespannt blicken die Zuhörer im abgedunkelten Rund auf die sich bienenartig bewegenden Bildschirme über ihren Köpfen – die mitreißende Show „Be(e) active“ im Deutschen Pavillon auf der Expo 2015 in Mailand beginnt. Und mittendrin: Sascha Momiroski. Von Mai bis Juli stand der aus Lindern im Landkreis Cloppenburg stammende Gitarrist täglich bis zu 16 Mal auf der Bühne, gemeinsam mit einem Beatboxer, der Klänge mit dem Mund, der Nase und dem Rachen imitierte. 600 Shows an 61 Tagen – vor rund 90 000 Besuchern: Für die „BeeJs“ ist jeder Auftritt eine Herausforderung, um die 150 bis 250 Besucher in der zwölfminütigen Show zum Mitsingen, Klatschen und Ratschen auf einer Wellpappe, dem so genannten „SeedBoard“, zu animieren – getreu dem Pavillon-Motto „Be active“.

Funke springt über

„Es ist einfach schön, wenn der Funke schnell überspringt und sich das Publikum am Geschehen beteiligt“, erzählt der 32-jährige Nachwuchsmusiker, der meist an der Seite von Ivory Parker aus Graz, einem der weltweit bekanntesten Beatboxer, stand. Von ruhigen Gitarren-Klängen über Sprechgesang bis hin zu Hip-Hop-Beats: In der Show über die deutsche Welt der Ernährung aus der Perspektive einer Biene steckt Musik. Und jede Menge Entertainment. „Wir überraschen uns selbst immer wieder mit einem neuen Witz auf der Bühne“, erklärt der Gitarrist schmunzelnd. „Diese Energie überträgt sich auf das Publikum.“

Sascha Momiroski liebt die Kommunikation mit seinem Publikum.

Seit Kindheit musiziert

Seit der Grundschulzeit spielt die Musik eine wichtige Rolle in seinem Leben. „Mein Traum war immer, E-Gitarre zu studieren.“ Diesen Schritt wagte er allerdings erst im zweiten Anlauf. Nach dem Studium zum Diplom-Sozialarbeiter und Diplom-Sozialpädagogen in Osnabrück arbeitete er in der Kinder- und Jugendhilfe. Von 2010 bis 2012 folgte die Ausbildung zum Profi-Musiker im Bereich Populärmusik im Hauptfach E-Gitarre an der „Hamburg School of Music“.

Die Zeit auf der Expo in Mailand hat der 32-Jährige, der mittlerweile in Hamburg wohnt, gewissermaßen seinem damaligen Dozenten Ingo Hassenstein zu verdanken. „Er hat mich auf das Casting von Milla & Partner, die für das Pavillon-Konzept verantwortlich sind, aufmerksam gemacht.“

Der Zusage folgte in vielen Proben mit den anderen Musikern die Entwicklung der jetzigen Show. Trotz des roten Fadens gleichen sich die Auftritte der „BeeJs“ nicht. „Jeder Musiker hat die Freiheit, seinen eigenen Stil zu etablieren“, sagt Sascha Momiroski.

Volles Programm

Jeweils acht Nachwuchstalente treten in drei Schichten zu zweit für zwei Monate im Deutschen Pavillon auf. Drei Tage auf der Bühne, einen Tag frei: Viel Zeit, das nähere Umland und die anderen Pavillons auf der Expo zu erkunden, blieb dem Musiker angesichts des straffen Zeitplans nicht. „Man muss sich die Kräfte gut einteilen.“ Zum Pflichtprogramm gehörten dennoch Ausflüge nach Mailand und zum Lago Maggiore, ebenso wie der Besuch der Expo-Pavillons von Argentinien und Kasachstan, das 2017 Gastgeber der Weltausstellung sein wird.

Besondere Erinnerung

Die zwei Monate auf der Expo in Mailand möchte Sascha Momiroski nicht missen. „Natürlich gab es Momente, die total anstrengend waren. Aber ich habe hier viele tolle Musiker getroffen, neue Eindrücke und Inspirationen gewonnen.“ Ganz besonders in Erinnerung ist ihm der spontane Kuss einer jungen Frau auf die Wange geblieben: „Es war schon ein toller Moment, jemanden im Publikum mit der Show so berührt zu haben.“

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