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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Aus für drei katholische Kirchen

18.11.2013

Wilhelmshaven In einer vollen Kirche Stella Maris hat Offizialatsrat Monsignore Bernd Winter am Sonnabendabend gemeinsam mit Dechant Andreas Bolten den letzten Gottesdienst mit der Gemeinde gefeiert. Für viele ein sehr bewegender Abschied. Bei der Entweihung wurde zum Schluss der Messe das Entweihungsdekret des Bischofs verlesen, wurden die Reliquien aus dem Altar entnommen und das Allerheiligste aus der Kirche getragen. Mit dem letzten Glockenläuten gibt es nun an dieser Stelle nach 68 Jahren keine katholische Kirche mehr.

„Bei aller Begründbarkeit tut diese Stunde weh“, sagte Monsignore Winter und sie lasse Menschenherzen bluten. Es gebe wegen der Kirchenschließungen in Wilhelmshaven Spannungen und Unverständnis, bei vielen habe dies Wunden und Risse hinterlassen, die schmerzten.

In vielen Zitaten und Liedern wurde während des Gottesdienstes Bezug genommen auf das Abschiednehmen, auf den Verlust, aber vor allem auf die Hoffnung. „Wir müssen der Wirklichkeit nüchtern ins Auge schauen, aber nicht ohne Hoffnung sein“, rief der Offizialatsrat den Gläubigen zu. Wegen der Schwierigkeiten und Probleme sei „christlicher Realismus“ gefragt angesichts dieser „größten Herausforderung überhaupt für die katholische Kirche in Wilhelmshaven“.

Jeder einzelne werde sich nun entscheiden müssen, ob er sich frustriert zurückzieht – was aus seiner Sicht menschlich verständlich wäre – oder ob er weiter den gemeinsamen Weg mit den katholischen Brüdern und Schwestern gehen wolle. Der Monsignore lud alle von den Kirchenschließungen betroffenen Gemeindemitglieder ein, sich auf die bleibenden Kirchen einzulassen: „Freuen Sie sich auf neue Menschen, neue Beziehungen und neue Erfahrungen.“

Stella Maris wird künftig von der koptisch-orthodoxen Gemeinde Wilhelmshaven weiter genutzt, der Vertrag soll am Dienstag unterzeichnet werden. Als ökumenische Geste überreichte Dechant Bolten dem Diakon der koptischen Gemeinde eine Bibel.

An diesem Wochenende wurden in Wilhelmshaven drei von insgesamt fünf Kirchen entweiht. Die Gründe liegen laut Bischöflich Münsterschem Offizialat in Vechta in den seit Jahren zurückgehenden Katholikenzahlen der Stadt. Am Sonntag wurden in St. Ansgar und St. Michael die letzten Gottesdienste gefeiert. In St. Ansgar beklagte der Monsignore mit Blick auf die Alt-Katholiken die weitere Kirchenspaltung als „eine weitere Verletzung des Leibes Christi“.

Am 23. November findet der letzte Gottesdienst in St. Josef (Roffhausen) statt. In der Kirche St. Peter (Schellingstraße) findet am 7. Dezember ein so genannter Stilllegungsgottesdienst statt. Weiterhin als Kirchen genutzt werden St. Willehad, Christus König, St. Bonifatius und vorerst auch St. Marien.

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