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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Ein Gartenparadies für Bienen und Co.

04.04.2019

Bad Zwischenahn „Wir wollen der Natur etwas zurückgeben“, sagt Gärtnermeister Olaf Schachtschneider, Inhaber des Pflanzenhofs Schachtschneider in Aschenstedt (Dötlingen).

Im Park der Gärten in Rostrup (Bad Zwischenahn) ist er derzeit mit den finalen Pflanzarbeiten im neuen insektenfreundlichen Garten beschäftigt. Auf einer Fläche von rund 250 Quadratmetern entsteht dieses Insektenparadies, in dem zukünftig Bienen bzw. Wildbienen, Hummeln, Wespen, Schmetterlinge, Käfer und viele mehr einen Unterschlupf finden und sich richtig satt essen können.

Pünktlich zur Saisoneröffnung des Parks am 13. April wird alles fertig sein, im Mai zeigen sich dann auch schon die ersten Blüten. Doch man müsse geduldig sein, so Schachtschneider. Zwei bis drei Jahre brauche der Garten, um sich richtig zu entwickeln.

Öffnungszeiten

Der Park der Gärten an der Elmendorfer Straße 40 in Bad Zwischenahn ist vom 13. April bis zum 6. Oktober täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Infos zum Programm und zu den Eintrittspreisen unter:

    www.park-der-gaerten.de

Gemeinsam mit Landschaftsgärtner Carl Leffers von Leffers Garten- und Landschaftsbau (Neerstedt) entwickelte Olaf Schachtschneider das Konzept und setzte es mit ihm um. Es soll ein sehr naturnaher, farbenfroher Garten sein. Die Bandbreite der Pflanzen, darunter Bienenstauden und -gehölze, ist üppig: vom Sommerflieder über die Bergminze bis zum Holunder. Die Pflanzen sollen kunterbunt über den ganzen Garten verteilt sein, nicht streng abgegrenzt nach Beeten. „Wir haben Freiflächen geschaffen, auf denen sich die Natur entwickeln darf, auch bestimmte Wildkräuter“, sagt Schachtschneider. So seien zum Beispiel Wegerich und Brennnesseln als Nahrungsquellen sehr wichtig für Insekten. Die Gartengestaltung (orientiert am Prinzip „Blackbox-Gardening“) setzt stark auf selbst versamende Pflanzen. Das Erscheinungsbild des Gartens kann sich durch Dynamik und Zufall wandeln. Pflanzen finden von selbst einen geeigneten Standort. Der Gärtner greift nur unterstützend und ordnend ein.

Erste Bewohner

Trotz aller Ursprünglichkeit ist dieser Mustergarten unweit des Eingangs sehr durchdacht und hochwertig gestaltet. Blickfang ist ein reetgedecktes Haus, in dem und von dem aus die Besucher das bunte Insektentreiben beobachten können. Gebaut haben es Reetdachdecker Gerold Meints und sein Sohn Tobias aus Bad Zwischenahn.

In den Halmen des Reetdaches sollen unter anderem Wildbienen mit ihren Larven einen Unterschlupf finden. Auch andere Hautflügler dürften sich hier einnisten. Dadurch, dass das Dach auch von der Innenseite frei einsehbar ist, bietet sich ein besonderer Blick auf die Insekten. Doch nicht nur die ganz kleinen Bewohner sind herzlich willkommen: So haben Amseln bereits ein Nest unter dem Dach gebaut.

Der neue Schaugarten, an dem auch das Baustoffunternehmen Garms aus Aschenstedt beteiligt ist, ersetzt den vorherigen Familiengarten, der Mitte 2010 den ursprünglichen Herrenhausgarten abgelöst hatte. Vor vier Monaten wurde das Konzept festgelegt, vor zwei Monaten starteten die ersten Arbeiten. Die Entwickler griffen bei dem Insektengarten aktuelle Trends auf: dazu zähle, so Schachtschneider, dass immer mehr Menschen einen naturnahen Garten mit Nutzen favorisierten. Auch um dem zunehmenden Insektensterben entgegenzuwirken.

Eine Trockenmauer bietet sonnige Plätzchen und Unterschlupfmöglichkeiten für die wärmeliebenden Insekten. Im hinteren Teil des Gartens bietet ein von Kindern bunt bemaltes Bienenhaus einem Bienenvolk ein neues Zuhause. Platziert werden soll es auf einer erhöhten Erdfläche, um besonders ins Auge zu fallen. Ein Sprudelsteingebilde auf einem Hochbeet fungiert als Wasserspiel bzw. Wasserstelle für die Insekten. Angelegt wurde auch eine kleine Sandfläche. „Insekten lieben offene und lockere Böden“, so Schachtschneider. Unterschlupf auf der Sandfläche bieten mit Löchern versehene Eichenhölzer, die der Gärtnermeister im Wald sammelte. Auch eine steinerne kleine Höhle für Hummeln wurde geschaffen. Granit-Steelen und ein großes Heckenelement runden den Garten ab. Die geschwungene, hochwertig gestaltete kurze Wegführung „bietet viel Platz für einen Blick in die Tiefe“, sagt Schachtschneider.

Große Resonanz

Der insektenfreundliche Garten soll den Gästen auch als Anregung dienen, was sie zu Hause aktiv im Naturschutz tun können, erklärt der Gärtnermeister. „Dieser Garten ist etwas ganz besonderes. Die nationale Resonanz darauf ist jetzt schon sehr groß“, berichtet der Geschäftsführer vom Park der Gärten, Christian Wandscher. Auf der Fachmesse IPM in Essen habe man das Konzept vorgestellt. Ein Fachmagazin habe sich schon angekündigt, um über den Garten zu berichten.



Ein Video finden Sie unter   www.nwzonline.de/videos 
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Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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