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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Tradition: Bakumer Sternsinger-Segen für die Kanzlerin

31.12.2016

Bakum /Berlin Wenn am 8. Januar in Vechta der Zug nach Osnabrück abfährt, sitzen in ihm vier wahrscheinlich sehr aufgeregte zehn- und elfjährige Mädchen aus Bakum und Vestrup. Sie kommen dann gerade aus dem Aussendungsgottesdienst für Messdiener. In Osnabrück werden sie umsteigen. Ihr Ziel: Berlin, genauer gesagt – das Bundeskanzleramt.

Lea Roter, Henrike Meistermann, Mette Lindenthal und Maja Kellermann müssen dort auf Einladung der Sternsinger-Aktion eine wichtige Mission erfüllen: Als Vertreterinnen des Bistums Münster werden die vier Mädchen aus der Katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist beim Sternsinger-Empfang mit Sternsingern aus 27 deutschen Diözesen Bundeskanzlerin Angela Merkel den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ bringen. Seit 1984 gibt es dort diese Tradition.

Wie es dazu kam, das ausgerechnet sie aus dem kleinen Bakum das große Bistum Münster in der noch größeren Stadt Berlin vertreten? Ganz einfach: Im November hatte Pastoralreferentin Elisabeth Lüken die vier gefragt, ob sie das Preisrätsel für den Sternsinger-Wettbewerb ausfüllen möchten. Die versierten Sternsingerinnen – seit zwei Jahren sind sie „im Geschäft“ – kamen schnell auf das Lösungswort. Anfang Dezember erfuhren sie dann, dass sie ausgesucht waren für die große Mission.

Ob sie schon mal in Berlin gewesen sind? Mette ist sich nicht ganz sicher, aber Maja erinnert sich an einen Besuch mit ihren Eltern und ihrem Bruder. Brandenburger Tor, Kanzleramt – klar, kennt sie. „Sieht ganz gut aus.“ Die Freundinnen haben viele gemeinsame Interessen wie Fußballspielen, Kinderchor und Kolpingjugend. In ihren Messdienergruppe in Bakum und Vestrup sind fast nur Mädchen. Aber jetzt, wo sie nach Berlin fahren dürfen, wollen plötzlich auch Jungs mit, erzählen sie lachend. Apropos Jungs. Die Mädchen haben auch Brüder, die es blöd finden, dass sie nicht mitdürfen. „Mein Bruder hat deswegen schon eine Trauerkerze angezündet“, sagt Maja. Was den Frust noch erhöht: die vier haben für Berlin einen Tag schulfrei bekommen. Einfach so.

Wenn sie nach über fünf Stunden Fahrt in Berlin ankommen und ihr Quartier bezogen haben, treffen sie sich mit den anderen Gruppen zu einer Generalprobe. Soll ja alles klappen am nächsten Tag. Fernsehen ist dabei. Und wer schnell ist, bekommt ein Autogramm der Kanzlerin. Die vier wollen alle eines.

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