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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Auch Berne hat einen Gedenk-Ort

24.12.2018

Berne Die Zahl der Erinnerungsorte im Oldenburger Land, die an die Verfolgung der Juden während des Nationalsozialismus erinnern, wächst allmählich. Auch in Berne (Kreis Wesermarsch) gibt es an prominentem Ort (beim Rathaus) eine Stele, die an die jüdischen Bürger Bernes erinnert. Ursula Bernhold und Almut Setje-Eilers hatten zuvor Archivarbeit geleistet und die Erinnerungen an jüdische Familien festgehalten. Ihrer Recherche ist es zu verdanken, dass Details zu Familiengeschichten komplettiert werden konnten. Das Ergebnis ist ein kleines Bändchen, in dem auf 32 Seiten im Querformat die Geschichte der jüdischen Familien Bernes zusammengefasst ist und die Häuser auf einer Karte verzeichnet sind.

Genannt werden alle Namen jüdischer Bürger, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Berne lebten, beziehungsweise sich mit dem Ort eng verbunden fühlten. Ausgewertet wurden auch Briefwechsel und Fotos, Archivalien in Oldenburg (Landesarchiv) und Hannover. Zu nennen sind die Familien Koopmann (Manufakturen- und Aussteuergeschäft), Meyer (Schlachterei) sowie der freie Krämer Manuel Insel. Zur Familie Koopmann zählt beispielsweise die 1896 in Berne geborene Ella Türk (geborene Koopmann). Sie zählt zu den Deportierten, die das Konzentrationslager Theresienstadt überlebte. Sie hatte einen christlichen Ehemann geheiratet, wurde aber noch 1945 nach Theresienstadt deportiert, wo sie von der Roten Armee befreit wurde. Im Oktober 1945 kehrte sie zurück nach Berne. Ella Türk starb 1971 in Oldenburg. In Berne ist eine Straße nach ihr benannt.

Letzter Vorsteher der Synagogengemeinde in Berne war Dr. Louis Koopmann (später Koopman; geboren 1888). Ihm gelang 1940 über Holland die Emigration in die USA. Seine Verlobte und spätere Ehefrau Sinni Scheiner folgte ihm über Großbritannien. Koop­man baute sich in den USA eine neue Existenz auf. Er starb 108-jährig in Miami.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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