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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Warum auf der Osterwiese dicke Luft herrscht

22.03.2018

Bremen Die Schausteller der Bremer Osterwiese haben erneut kritisiert, dass sie an Karfreitag ihre Geschäfte schließen müssen. Die Gäste des Volksfestes sollten selbst entscheiden können, ob sie diesen Tag in Ruhe verbringen oder die Osterwiese besuchen wollten, sagte Schausteller-Vertreterin Susanne Keuneke.

Start am Freitag

Die Osterwiese auf der Bürgerweide Bremen hat von diesem Freitag, 23. März, bis zum 8. April täglich von 14 bis 23 Uhr geöffnet.

Die Eröffnungsfeier findet am Freitag ab 18 Uhr im Riverboat mit Senator Martin Günthner statt. Um 21.45 Uhr gibt es ein Feuerwerk.

1928 fand die Osterwiese übrigens erstmalig als „Oster-Volksfest“ im Halmerweg in Gröpelingen statt.

Der Karfreitag gehört zu den „stillen Feiertagen“ an denen laute Veranstaltungen verboten oder nur eingeschränkt erlaubt sind. Die Kirchen wollen an diesen stillen Tagen festhalten.

Lesen Sie auch: So will die Polizei die Osterwiese sicher machen

Keuneke erinnerte an eine Ausnahmeregelung vor drei Jahren: Damals hatte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) erlaubt, die Osterwiese von 18 bis 23 Uhr zu öffnen. Zuvor musste das Volksfest aus Sicherheitsgründen während eines Orkans mehrfach geschlossen werden. „Wir hatten an diesem Abend unglaublich viele Besucher – alles mündige Bürger, die freiwillig gekommen sind“, unterstrich die Schaustellerin. Außerdem sei es für die Schausteller nach wie vor unbegreiflich, weshalb die Osterwiese schließen müsse, gleichzeitig aber auf der Bremer Galopprennbahn die Saison der Pferderennen eingeläutet werde. Dort würden auch an Karfreitag Wetten angenommen, sagte Keuneke. Allerdings endet mit dem diesjährigen Rennen die mehr als 160-jährige Geschichte der Bremer Pferderennen. Auf dem Gelände der Rennbahn sollen Wohnungen entstehen.

Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte, Wolfgang Ahrens, warb für eine derzeit laufende Online-Petition des Bremer SPD-Politikers Maurice Mäschig. Dieser will erreichen, dass es im Land Bremen künftig keine „stillen Feiertage“ mit Einschränkungen für Veranstaltungen mehr gibt. Entsprechende Verbote für Karfreitag, Volkstrauertag und Totensonntag sollten gestrichen werden.

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