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Watt-En-Schlick-Festival: Dangast erlebt rauschendes Fest am Strand

06.08.2018

Dangast Es war ganz einfach das Watt-en-Schlick-Fest: Tausende Menschen feiern am Strand, ein Großteil tanzt barfuß im Sand – und viele eben auch mit Watt und Schlick an den Füßen. Aber alle mit Sonne im Gesicht. Das Wetter meinte es gut mit den Festival-Besuchern – wie auch die Organisatoren, die erneut ein hervorragendes kulturelles, kulinarisches und musikalisches Programm zusammengestellt hatten.

Nichts anderes sind die Besucher der mit dem „Helga!“-Award für das beste Festival ausgezeichneten Veranstaltung gewöhnt, nicht umsonst war die fünfte Austragung schon lange ausverkauft. Lediglich Tagestickets für Freitag und Sonntag waren noch in kleiner Zahl zu haben.

6000 Menschen strömten allein am Samstag auf das Festivalgelände am Dangaster Strand – der sich im Zuge der Flut am Nachmittag noch verkleinerte. Es war eng, voll – und dennoch durchweg friedlich. „Es gab keine Vorkommnisse“, bestätigte Organisationschef Till Krägeloh: „Ich bin superzufrieden. Wir haben einfach ein tolles Team.“

Und nicht nur bei den Besuchern ist das „WES“ beliebt, auch die Künstler sind durchweg begeistert und finden immer wieder gern den Weg nach Dangast. So war es für das plattdeutsche Rap-Trio „De Fofftig Penns“ aus Bremen klar, dass ihr letzter Festival-Auftritt beim Lieblingsfestival in Dangast stattfand. Malde, Torbo und Jaykopp feierten in der Nacht zu Samstag im Zelt mit maritimen „Biets“ und „platten“ Reimen eine rauschende Party.

Manch andere Band nahm gar Zehntausende Kilometer auf sich: Sowohl der Blues-Sänger Marlon Williams als auch der Klaviervirtuose Aron Ottignon reisten aus Neuseeland an, die Retro-Disco-Popper „Parcels“ bereits zum zweiten Mal aus Australien. Und doch unterbrach das Quintett am Samstagabend ihr Konzert für einen Moment, als die Sonne am Horizont unterging. „Unglaublich, diese Aussicht“, sagte Gitarrist Jules Crommelin.

Das Watt-en-Schlick ist aber nur für unglaubliche Panoramen, sondern auch für seine harmonische Stimmung bekannt. Es passte ins Bild, als Käpt’n Peng beim Auftritt mit den „Tentakeln von Delphi“ Freundschaft mit dem gesamten Festival schließen und jeden Besucher mit Namen ansprechen wollte – und natürlich mit „Du“.

Dass sich die Organisatoren in jeder Hinsicht Mühe geben, davon konnte Sänger Drangsal ein Lied singen. Max Gruber, wie er eigentlich heißt, wurde am Samstag 25 Jahre alt und bekam vom Festival einen Kuchen – den er brüderlich mit seinem Publikum teilte. Das Festival in Dangast wäre indes natürlich nicht komplett ohne den berühmten Dangaster Rhabarberkuchen, den es am Wochenende direkt am Strand gab. Denn eins ist klar: Rhabarberkuchen kann man auch tanzend genießen – und mit Schlick an den Füßen.


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Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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