• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

„Die Jugendszene in Brake ist eingeschlafen“

04.01.2016

Brake „Personelle Engpässe“ beim Verein waren der Grund für die Absage des Festivals im Jahr 2015. Der Kulturkrach-Vorsitzende Patrick Ahlers blickt zurück – und schaut voraus.

Abgesagtes Festival und personelle Engpässe: Was gibt es aus 2015 Positives zu berichten?

Wir konnten im vergangenen Jahr einiges auf die Beine stellen. Das WarmUp im Frühjahr, das „abgespeckte“ Festival auf dem Binnenhafenfest und „Metal Christmas“ im Dezember. Leider hatten wir weniger Besucher als wir uns erhofft hatten. Das ist aber kein Vereinsproblem.

Ein Problem insgesamt in Brake?

Die Jugendszene in Brake ist eingeschlafen. Wenn man zurückblickt, stellt man schon fest, dass immer weniger los ist. Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene ziehen weg, sobald sich die Gelegenheit ergibt. Auch Kulturkrach ist bis Berlin verteilt. Wer doch hier bleibt, der geht anscheinend lieber in Diskotheken als zu Live-Musik-Veranstaltungen.

BILD: Claus Hock

Organisator des Waterquake

Patrick Ahlers ist Vorsitzende des Kulturkrach e.V. Der Verein um den 26-Jährigen sucht noch Mitglieder. Wer sich für die musikalische Jugendkultur in Brake einsetzen möchte, kann sich bei patrick@waterquake.de melden.

   

   www.facebook.com/kulturkrach

Zurück zu den personellen Engpässen. Was hat sich geändert?

Wir haben wieder ein kleines, aber festes Team von fünf Leuten. Wir haben endlich wieder jemanden fürs Booking gefunden, jemand für Catering und so weiter. Das hat bei „Metal Christmas“ im Centraltheater dafür gesorgt, dass alle geplanten Sachen auch tatsächlich umgesetzt werden konnten. Wir haben gelernt, erst mal mit wenig Personal auszukommen. Für größere Veranstaltungen brauchen wir aber mehr aktive Helfer.

Größere Veranstaltungen wie das Waterquake-Festival 2016?

Genau. Es wird 2016 ein Festival geben, allerdings wahrscheinlich in abgewandelter Form. Wir haben ein neues Gelände im Auge und auch am Konzept wird sich etwas ändern.

Was heißt das genau?

Es wird ein streng limitiertes Kartenkontingent geben, das deutlich unter dem Durchschnitt der bisherigen Festivals liegt. Was nicht bedeuten soll, dass wir bei der Qualität der Bands Abstriche machen werden. Da wollen wir weiter regional und überregional bekannte Bands einladen­. Die limitierten Karten erleichtern uns nur die Planung, weil wir einen eng abgesteckten Möglichkeitsrahmen haben. Vorher war zwischen 100 und 1000 Besuchern ja alles möglich. Die Einnahmen aus den Eintritten sind Gelder, mit denen wir fest rechnen, die wir aber bei der Planung noch gar nicht haben.

Wie finanziert sich Kulturkrach eigentlich?

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der komplett auf Sponsoren und Eintrittsgelder angewiesen ist. Ein wichtiger Partner ist hier die Stadt Brake, aber auch Versicherungen, Banken und Firmen aus der Region. Da wir gemeinnützig sind, können wir kein Vermögen aufbauen, sondern müssen jedes Jahr neu in die Verhandlungen gehen. Der Rest der Ausgaben muss über Eintrittsgelder gedeckt werden.

Laut Vereinssatzung sollen auch andere kulturelle Veranstaltungen durchgeführt werden. Wie ist denn da der Stand der Dinge?

Wir planen als ersten Schritt in diese Richtung, bei der Neuauflage des Festivals zusammen mit verschiedenen Organisationen Workshops durchzuführen. Anstatt sich den ganzen Nachmittag Musik­ anzuhören, soll die Möglichkeit geschaffen werden, in Workshops nachhaltig an aktuellen Themen zu arbeiten.

Auch die Vernetzung von regionalen Bands ist Vereinszweck, was ist da geplant?

Konkret ist der Aufbau eines Bandforums für die Wesermarsch. Im einfachsten Fall eine Liste mit allen Musikern aus der Wesermarsch. Kulturkrach würde dann bei der Vermittlung unterstützen, wenn jemand eine Band für einen bestimmten Anlass braucht. Wir führen auch Gespräche­ mit der Stadt Brake, den Kirchen und anderen Institutionen, damit es wieder geeignete Proberäume in der Stadt gibt. Aktuell gibt es für Bands fast keine Möglichkeit zum Proben.

Claus Arne Hock
Volontär, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2743

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.