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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Logenplatz mit Blick aufs Wattenmeer

03.07.2018

Eckwarderhörne Vom Naturerlebnispfad am Langwarder Groden über die Nordsee-Lagune in Burhave bis zum malerischen Kutterhafen und dem Nationalpark-Haus in Fedderwardersiel – die Ferienhalbinsel Butjadingen bietet viele Ausflugsziele.

Wer jedoch richtig hoch hinaus will, der muss nach Eckwarderhörne fahren, gelegen an der nordöstlichen Spitze des Jadebusens. Dort ragt 44,70 Meter das Oberfeuer Preußeneck in den Himmel – und bietet die wohl schönste Aussicht auf den Nationalpark Wattenmeer, die Marschenlandschaft Butjadingens und die gegenüberliegende Hafen- und Marinestadt Wilhelmshaven, die man am gesamten Jadebusen finden kann.

Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten rund um Oldenburg

Diese Zusammenstellung wird in den Sommerferien 2018 fortlaufend mit neuen Zielen und Ausflugstipps ergänzt:

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Mehr Ausflugstipps und Sehenswürdigkeiten gibt es unter www.nwzonline.de/ausflugsplaner

Die schmale Wendeltreppe, die hinauf zu einer ersten, im 18,40 Metern gelegenen Aussichtsplattform führt, ist nicht unbedingt ein Spaß für Menschen mit Höhenangst. Tipp: Am besten nicht nach unten gucken – und bis oben durchhalten. Es lohnt sich. Der 360-Grad-Blick auf grüne Wiesen und die einmalige Naturlandschaft des Wattenmeers entschädigt für das etwas mulmige Gefühl, das sich bei dem einen oder anderen Besucher beim Erklimmen des Leuchtfeuers einstellen mag.

Wer mit Höhe kein Problem hat, kann indes gleich noch weiter aufsteigen – auf 34,5 Metern über Normalnull befindet sich eine weitere Aussichtsplattform.

Abriss verhindert

Dass es diese Touristenattraktion in Butjadingen gibt, ist engagierten Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken. Sie verhinderten, dass das Leuchtfeuer abgerissen wird. Und das ging so: Das 1962 in Eckwarderhörne errichtete Oberfeuer war Teil einer Richtfunklinie zur Kennzeichnung des Fahrwassers in der Außenjade.

50 Jahre lang wies der in der Seeschifffahrt unter der Bezeichnung ISO W 3 bekannte, markante Leuchtturm zusammen mit dem dazugehörigen Unterfeuer, das im Watt stand, Schiffen aus aller Welt den Weg nach Wilhelmshaven. 2012 hatte das Oberfeuer ausgedient, denn nach dem Bau des Jade-Weser-Ports gab es inzwischen eine neue Richtfeuerlinie. Bereits 2009 war bekannt geworden, dass der Leuchtturm abgerissen werden soll. Am 13. August des Jahres traf sich in der Strandhalle von Eckwarderhörne eine Gruppe von acht Bürgerinnen und Bürgern. Ihr ehrgeiziges Ziel: die Rettung des Oberfeuers.

Eine groß angelegte Unterschriftensammlung mündete in die Gründung einer Bürgerinitiative. Der gelang es buchstäblich in letzter Minute, auf die Entscheidungsträger einzuwirken und den Abriss zu verhindern. Mehr noch: Am 16. März 2012 verfügte das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, dass das Oberfeuer in das Verzeichnis der Kulturdenkmäler eingetragen wird – weil es seiner „zeittypischen Eleganz und Leichtigkeit“ das Landschaftsbild präge. Damit war der Abriss endgültig vom Tisch.

Eigentümerin des Leuchtfeuers sowie auch des dazugehörigen früheren Maschinenhauses ist inzwischen eine Stiftung. Die hat viel geleistet. In einem ersten Schritt wurde der feuerrote Anstrich des Turms erneuert.

Ein besonders ehrgeiziges Projekt waren danach der Einbau der zusätzlichen Aussichtsplattform in 18,40 Metern Höhe sowie die Umgestaltung des alten Maschinenhauses zu einem kleinen, aber feinen Informationszentrum.

Preußische Enklave

Darin wird mit moderner Präsentationstechnik die Geschichte des Leuchtturms sowie der Kulturlandschaft von Jadebusen und Außenjade vermittelt. Auch auf die wechselvolle Geschichte des Preußenecks, einst eine Enklave Preußens im Land Oldenburg, geht die Ausstellung ein.

Übrigens: Ein Ausflug nach Eckwarderhörne lohnt sich nicht nur wegen des Leuchtfeuers und der Ausstellung. Der Ort verfügt über einen schönen Badestrand.

Und dort befindet sich auch der Anleger für die Fähre, mit der man gemütlich über den Jadebusen nach Wilhelmshaven schippern kann. Für Fahrräder ist an Bord des Schiffs ebenfalls Platz.

Eintrittspreis

Wer die Aussichtsplattform des Leuchtfeuers Preußeneck in Butjadingen erreichen möchte, bezahlt 2 Euro Eintritt.

Öffnungszeiten

Mittwochs, sonnabends und sonntags von 16 bis 18 Uhr; außerhalb der Öffnungszeiten sind Führungen für Gruppen nach telefonischer Vereinbarung (Telefon  04733/7329937) möglich.

Parkplätze

Besucher können ihre Autos direkt unterm Leuchtfeuer abstellen.

Adresse

Zum Leuchtfeuer 118a/120, 26969 Butjadingen-Eckwarderhörne

Internethinweise

Mehr Infos zum Leuchtfeuer Preußeneck erhalten Sie unter www.leuchtfeuer-preusseneck.de oder www.oberfeuer-preusseneck.de.

Detlef Glückselig
Butjadingen
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2204

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