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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Molli macht kräftig Dampf auf Borkum

17.09.2019

Emden /Borkum So etwas hat es auf Borkum seit mehr als 50 Jahren nicht mehr gegeben. Seit dem Wochenende besteht auf der Nordseeinsel die Möglichkeit, mit der historischen Dampflok „Molli“ Fahrten wie zu Omas Zeiten zu unternehmen. Die Lok 99331 der Mecklenburgischen Bäderbahn wird mit Kohle befeuert und fährt unter Dampf über die Insel.

Gut festhalten

„Molli“ ist normalerweise an der Ostseeküste bei Bad Doberan westlich von Rostock im Einsatz. Am Mittwoch war die 30 Tonnen schwere Lok auf der Insel Borkum angekommen. Bei der ersten Fahrt am Samstag fotografierten einige Zuschauer die schwarz-rot lackierte, historische Lok am Bahnhof. Auf Borkum soll „Molli“ noch bis Sonntag, 22. September, zwischen dem Hafen und dem Inselbahnhof im Ort pendeln. Täglich sind mehrere Abfahrten geplant sowie einige Sonderfahrten für Eisenbahnfreunde wie eine gemeinsame Fahrt von „Molli“ mit der historischen Dampflok „Borkum“. Im Gepäck von „Molli“ sind Kohlevorräte, Ersatzteile, Öle und spezielle Werkzeuge.

„Wir freuen uns sehr, dass unser ,Molli’ als Botschafter der Region Rostock auf der Insel Borkum so außerordentlich großes Interesse weckt“, sagt Sebastian Constien, Landrat des Landkreises Rostock, des größten Gesellschafters der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli GmbH. Borkum und der Landkreis würden davon profitieren.

Der Austausch funktioniert, weil sich „Molli“ und die Borkumer Kleinbahn die seltene Spurweite von 900 Millimetern teilen. In Deutschland gibt es nach Angaben der beiden Bahngesellschaften nur noch diese zwei Bahnstrecken mit der seltenen Spurweite von 900 Millimetern. Jedoch verfügt „Molli“ über ein anderes Puffersystem. „Die Borkumer Kleinbahn hat extra einen Wagen auf unser Puffersystem umgebaut, sodass wir diesen als Puffer zu deren Fahrzeugen nutzen können“, erklärt Michael Mißlitz, Geschäftsführer und Eisenbahnbetriebsleiter des „Molli“.

Wer eine Fahrt mit „Molli“ unternimmt, muss sich bei einem Halt gut festhalten, denn da geht schon mal ein Ruck durch den Zug – aber das ist normal. Die „Molli“ hat eigens vier Lokführer mitgebracht, die sich am Donnerstag und Freitag nur mit der technischen Abnahme beschäftigten und am Freitag auf Probefahrt gingen.

Die Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt GmbH ist stolz auf ihre Dampflok „Borkum“, aber die wird heute mit Leichtöl befeuert. Kleinbahn-Geschäftsführer Dr. Bernhard Brons betont, dass bis 1968 mit kohlebetriebenem Dampf gefahren wurde. „Wir haben hier eine echte historische Bahn, mit entweder original für Borkum angeschafften Fahrzeugen oder mindestens seit 60 Jahren hier im Betrieb. Eben nichts Zusammengesuchtes.“ Die zuvor in Dienst befindlichen Lokomotiven wurden nicht mehr gebraucht, da eine Umstellung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße stattfand. „Früher wurde mit den Dampflokomotiven noch die Kohle bis vor die Hotels gefahren“, verrät Brons.

Gegenbesuch

Im kommenden Jahr soll es dann einen Gegenbesuch in Mecklenburg-Vorpommern geben, hieß es bei der Reederei AG Ems, die die Borkumer Kleinbahn betreibt.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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