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NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Familie kämpft gegen den Krebs

01.04.2014

Brake Eine Familie zwischen Klinikaufenthalten und dem Versuch, so etwas wie Normalität herzustellen; Monate der Angst, des Bangens und des Hoffens. „Es ist der blanke Horror, sein eigenes Kind so leiden zu sehen“, sagt Thomas Rockel. Der 44-jährige Braker ist der Vater von Monique, die im vergangenen Jahr zum dritten Mal in ihrem jungen Leben an Leukämie erkrankte (NWZ  berichtete). Nun endlich darf die Familie wirklich hoffen. Denn es gibt gute Nachrichten.

Moniques Körper hat das Knochenmark angenommen, das sie in einer Klinik in Hannover vor gut zwei Wochen von einem anonymen Spender empfangen hatte. Und im Blut der jungen Frau bilden sich wieder weiße Blutkörperchen, Leukozyten, die im Organismus eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern spielen.

Monique Rockels Schicksal hatte im vergangenen Jahr die gesamte Region bewegt. Im Dezember 2013 hatten sich in Brake mehr als 2000 Menschen an einer Typisierungsaktion für die 17-Jährige beteiligt. Monique und ihre Familie sind unendlich dankbar für diese Anteilnahme und Unterstützung. Sie haben daraus Kraft geschöpft und den Mut, durchzuhalten in schweren Tagen und Wochen.

Von denen gab es viele, auch in jüngster Vergangenheit. Zur Vorbereitung auf die Transplantation hatte Monique sich einer erneuten Chemotherapie und zudem einer aggressiven Bestrahlung aussetzen müssen. Als Folge davon waren ihre Leberwerte besorgniserregend schlecht, an vielen Stellen ihres Körpers hatten sich zudem Entzündungen gebildet.

Thomas Rockel und seine Frau Melanie Rockel (41) leben seit Wochen selbst in der Klinik, um ihrer Tochter beizustehen. Melanie Rockel, die einen Herzinfarkt erlitt, als bei Monique 2011 zum zweiten Mal Blutkrebs diagnostiziert wurde, schläft bei ihrer Tochter im Krankenzimmer. Thomas Rockel hat ein Elternzimmer in der Klinik bezogen.

Die beiden sind froh, dass ihre Arbeitgeber mitspielen und viel Verständnis für die Situation der Familie aufbringen. So können Melanie und Thomas Rockel nicht nur für Monique, sondern auch für einander da sein und sich gegenseitig Kraft geben, während Moniques Schwester Stephanie von daheim aus ganz fest die Daumen drückt.

Wenn alles gut geht, wird Monique zu Ostern die Klinik verlassen und nach Hause zurückkehren können. Thomas Rockel wagt das noch kaum zu hoffen. „Wir waren schon zwei Mal an diesem Punkt“, spricht er an, dass Monique bei ihren vorherigen Erkrankungen als geheilt galt, der Blutkrebs dann aber doch zurückkehrte. Damals hatte sie jedoch kein neues Knochenmark erhalten, die Situation war also eine andere. Und so schwingt nun auch in Thomas Rockels Stimme die Hoffnung mit, dass die Krankheit diesmal endgültig besiegt ist.

Monique selbst glaubt daran ganz fest. Sie wird im Juni 18 Jahre jung, und das soll in Brake ganz groß gefeiert werden. Ein DJ hat bereits zugesagt, sich um die Musik zu kümmern. Monique rechnet mit mindestens 100 Gästen.

Ihr nächstes großes Ziel ist dann der Start ins Berufsleben. Im August möchte Monique im Klinikum in Oldenburg-Kreyenbrück eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten beginnen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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