• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur Weser-Ems

Herz der Finsternis

14.09.2009

Ein junger Europäer kommt voller Idealismus nach Afrika, übernimmt in Lusaka eine Farm und versucht, ehrgeizige Reformpläne zu verwirklichen, um die Lebensverhältnisse der schwarzen Bevölkerung zu verbessern. Aber als seine weißen Nachbarn massakriert werden, muss er erkennen, dass sich die Zustände nicht so einfach ändern lassen, wenn unterschiedliche Mentalitäten aufeinander prallen.

„Der weiße Mann arbeitet schnell und hart, aber Eile und Ungeduld sind in den Augen der Schwarzen ein Zeichen fehlender Intelligenz.“ Henning Mankell, schwedischer Bestsellerautor und Erfinder des Inspektors Wallander, lebt seit fast 30 Jahren in Mosambik und weiß, wovon er schreibt, wenn er über Afrika schreibt. (Henning Mankell: „Das Auge des Leoparden“, dtv 13424, 9,50 Euro)

In Mankells „Die flüsternden Seelen“ werden die afrikanischen Verhältnisse nicht aus europäischer, sondern afrikanischer Perspektive erzählt. Ein alter Schwarzer berichtet auf poetische Weise über seine weitverzweigte Familie und ihre Begegnungen mit Europäern. „Afrika ist ein schwarzer Mann, der im Dunkeln vorüberhuscht. Die Nacht scheint sein Eigentum zu sein. Er trägt einen Mantel aus heimatlosen Winden.“ (Henning Mankell: „Die flüsternden Seelen“, dtv 21120, 8,95 Euro)

Eine der größten Katastrophen der jüngeren Geschichte Afrikas war 1994 der Genozid in Ruanda, dem schätzungsweise eine Million Menschen zum Opfer fielen. Der Roman „Die Optimisten“ des Engländers Andrew Miller erzählt beklemmend und subtil von einem Pressefotografen, der eins der Massaker dokumentiert hat und nun, zurück in London, von der Erinnerung daran traumatisiert ist. (Andrew Miller: „Die Optimisten“, dtv 13735, 9,90 Euro)

Der Kongo, Joseph Conrads sprichwörtlich gewordenes „Herz der Finsternis“, ist immer noch die Quintessenz Schwarzafrikas.

Mit gebührender Referenz an Conrad erzählt der Spanier Pinol in seinem Roman „Pandora im Kongo“ enorm spannend von einem Autor, der einen Doppelmord aufklären soll und dabei immer tiefer in undurchdringliche Vegetation, emotionale Verstrickungen und ein Netz von Lügen und Legenden gerät. (Albert Sanchez Pinol: „Pandora im Kongo“, Fischer TB 17424, 10,95 Euro)

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.